Ausbildung als Baugeräteführer/in

Dauer: 3 Jahre
Einstiegsgehalt: zwischen 1.700 und 2.500 Euro
Ausbildungstyp: Klassische duale Ausbildung
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Das machst du in der Ausbildung

  • Du transportierst Baugeräte wie Bagger, Kräne oder Betonmischgeräte zu ihrem Einsatzort.
  • Du setzt Maschinen ein, um auf Baustellen beispielsweise Hochhäuser abzureißen, Erde auszuheben oder Betonpumpen zu bedienen.
  • Du wartest und pflegst die Baugeräte vor und nach jedem Einsatz.
  • Du kümmerst dich um die Sicherung des Baustellengeländes und sorgst dafür, dass niemand zu Schaden kommt.

Fakten

Abschluss
Hauptschulabschluss
Art der Ausbildung
Klassische duale Ausbildung
Verkürzung möglich?
Ja.
Einstiegsgehalt
zwischen 1.700 und 2.500 Euro
Vergütung
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 790 Euro 2. Ausbildungsjahr: 830 bis 1.150 Euro 3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.450 Euro
Ausbildungsdauer
3 Jahre

Der Beruf im Detail

Was erwartet dich in dem Job?

Als Baugeräteführer sorgst du dafür, dass alle benötigten Maschinen einsatzbereit auf der Baustelle zur Verfügung stehen. Du transportierst zum Beispiel Bagger, Kräne oder Betonmischgeräte zu ihrem Einsatzort. Dort angekommen machst du dich ans Werk und bedienst diese Maschinen, um etwa Hochhäuser abzureißen, Erde auszuheben oder Beton zu mischen. Nach getaner Arbeit wartest und pflegst du die Baugeräte, damit sie auch auf der nächsten Baustelle einwandfrei funktionieren. Vor Ort bist du zudem für die Sicherung des Baustellengeländes verantwortlich.

Während der Arbeit trägst du Sicherheitskleidung wie einen Schutzhelm, Handschuhe und Kleidung in Signalfarben, um das Verletzungsrisiko zu senken. Als Baugeräteführer wirst du vor allem auf Baustellen im Freien und in Werkstätten arbeiten. Beschäftigung findest du in Betrieben des Hoch- und Tiefbaus, in Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus sowie in Firmen des Straßen- und Spezialtiefbaus.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Eine Voraussetzung, um als Baugeräteführer arbeiten zu können, ist die dreijährige duale Berufsausbildung. Das bedeutet, dass die Baugeräteführer Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Während der Lehre übernimmst du im Unternehmen nach und nach alle Aufgaben, die dich auch im späteren Berufsleben erwarten. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie gehst du mit hydraulischen und pneumatischen Systemen um? Wie richtest du Baustellen, Arbeits- und Schutzgerüste ein und sicherst sie? Wie bedienst du einen Kran oder Bagger? Wie verdichtest du Böden und hebst Gräben aus?
In der Berufsschule besuchst du Unterricht in allgemeinbildenden Fächern. Zudem wirst du auch in berufsspezifischen Lernfeldern unterrichtet, unter anderem im Führen von Baugeräten im Straßenbau und im Einrichten einer Baustelle.

Vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres legst du eine Zwischenprüfung ab, in der du eine Arbeitsprobe durchführen und ein Prüfungsstück anfertigen musst. Die Abschlussprüfung erfolgt am Ende deiner Ausbildung zum Baugeräteführer. Sie umfasst einen praktischen Teil, der aus drei Arbeitsproben besteht, und einem schriftlichen Test zu den Themen "Technologie", "Arbeitsplanung", "Technische Mathematik" sowie "Wirtschafts- und Sozialkunde".

Wie hoch ist das Gehalt?

In der Ausbildung zum Baugeräteführer:
1. Ausbildungsjahr: 600 bis 790 Euro Ausbildungsvergütung
2. Ausbildungsjahr: 830 bis 1.150 Euro Ausbildungsvergütung
3. Ausbildungsjahr: 1.050 bis 1.450 Euro Ausbildungsvergütung

Im Beruf:
Je nach Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikation liegt das Gehalt eines Baugeräteführers zwischen 2.500 und 3.300 Euro.

Einstiegsgehalt:
In den ersten beiden Jahren nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.700 und 2.500 Euro rechnen.

Was musst du mitbringen?

Du musst auf dem Papier keinen Mindestschulabschluss vorweisen können. Laut Bundesagentur für Arbeit bringen Ausbildungsanfänger allerdings folgenden Schulabschluss mit:

Hauptschulabschluss: 48% (Industrie und Handel) / 65% (Handwerk)
mittlerer Bildungsabschluss: 47% (Industrie und Handel) / 27% (Handwerk)
Hochschulreife: 3% (Industrie und Handel) / 3% (Handwerk)

Das Vermessen von Baustellen und Flächen fällt dir mit mathematischem Grundwissen leicht. Für die Bedienung der großen Baustellengeräte ist es äußerst wichtig, dass du dich mit den Grundlagen der Physik auskennst. Besonders die präzise Arbeit mit Baggern und Kränen erfordert ein sehr gutes räumliches Sehvermögen, damit du niemanden in Gefahr bringst, sowie eine feinmotorische Hand-Augen-Koordination. Da du Baustellenkräne bedienst, solltest du auch schwindelfrei sein. Baugeräteführer ist ein körperlich sehr fordernder Beruf, weshalb du belastbar, fit und gesund sein solltest. Bei dieser Arbeit sind Sorgfalt, Umsicht, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefragt. Und: Du musst dich jederzeit flexibel an neue Situationen und wechselnde Bedingungen auf der Baustelle anpassen können.

Wie sind die Aufstiegschancen?

Um keine neuen Entwicklungen in deinem Arbeitsbereich zu verpassen, haben Baugeräteführer eine große Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten.

  • Beispielsweise kannst du dich in Themengebieten wie Hydraulik, Vermessungstechnik oder Baumaschinenführung fortbilden lassen.
  • Lege alternativ eine Prüfung als Baumaschinenmeister ab, um deine Karriere voranzutreiben.
  • Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung als technischer Fachwirt.
  • Auch durch ein Studium kannst du dir weitere Karrierechancen erarbeiten, beispielsweise durch ein Bachelorstudium in den Fächern Bauingenieurwesen oder Maschinenbau.

Einstieg Reality-Check

Fit in Mathe

Interesse an Technik

Fit in Bio, Chemie, Physik

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