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15. September 2017  

Gutes Betriebsklima und sichere Arbeitsplätze

Was sich Jugendliche von ihrem Ausbildungsbetrieb wünschen

Befragt man Jugendliche zu ihren Wünschen an einen künftigen Ausbildungsbetrieb, fallen die Antworten eher konservativ aus. An erster Stelle geht es ihnen um das Potenzial des Betriebs als langfristiger Arbeitgeber.

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Dazu gehören neben einem positiven Betriebsklima auch die Chance auf eine Übernahme nach der Ausbildung und sichere Arbeitsplätze. Dies sind Ergebnisse einer Ende 2016 durchgeführten schriftlichen Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) von rund 2.000 Ausbildungsstellenbewerbern.

Zudem legen die jungen Erwachsenen großen Wert auf günstige Rahmenbedingungen während der Ausbildung. Hierunter fällt vor allem die Erreichbarkeit des Betriebs, die Nähe zum Wohnort und die finanzielle Unterstützungen (Fahrkostenpauschale). Materielle Anreize zu Beginn der Ausbildung spielen dagegen bei weniger als der Hälfte eine Rolle.  

Außerdem wünschen sich die Auszubildenden eine gute gesellschaftliche Vernetzung des Betriebs. Dazu gehört aber weniger die Reichweite in den sozialen Netzwerken, sondern ein gutes Image, eine moderne Ausstattung und die Bekanntheit des Betriebs, wovon die Jugendlichen in ihrem eigenen sozialen Umfeld profitieren.  

Vergleichsweise wenig Wert legen die  befragten Jugendlichen auf flexible Ausbildungsmöglichkeiten wie in einem Großbetrieb. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, viele andere Auszubildende zum gemeinsamen Lernen und Zusatzangebote, die über die Ausbildungsverordnung hinausgehen. 

Bei all den Wünsche spielt die Arbeitsmarktlage eine wichtige Rolle. Haben die Jugendlichen durch gute Schulabschlüsse und  -zeugnisse sowie eine entspannte Arbeitsmarktlage in ihrer Region hohe Erfolgsaussichten auf einen Ausbildungsplatz, wachsen die Ansprüche an die Betriebe. Sie wissen, dass sie unter diesen Bedingungen eine größere Auswahl haben und damit auch mehr verlangen können. Nach Auffassung von BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser sollten gerade die am stärksten unter dem Fachkräftemangel leidenden kleinen und mittleren Betriebe bei ihren künftigen Rekrutierungsstrategien insbesondere auf ein gutes Betriebsklima und gute Übernahmechancen setzen und dies in ihrer Öffentlichkeitsarbeit betonen. „Dann steigen im Wettbewerb mit großen Unternehmen ihre reellen Chancen, als attraktiver Arbeitgeber angesehen zu werden.“

Quelle: Pressemitteilung BIBB
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