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24. Mai 2017  

Kaufmännische Berufe im Luftverkehr modernisiert

Verbesserter Service, mehr Englisch und mehr Sicherheit

Die beiden kaufmännischen Ausbildungsberufe im Luftverkehr „Luftverkehrskaufleute” und „Servicekaufleute im Luftverkehr” starten neu durch. Englischkenntnisse spielen künftig eine erhebliche Rolle.
Flugzeug hebt ab.

Im Auftrag der Bundesregierung wurden die beiden kaufmännischen Ausbildungsberufe im Luftverkehr grundlegend modernisiert. Die größten Veränderungen gibt es bei den Luftverkehrskaufleuten. Neben Controlling, Marketing, Vertrieb, Einkauf und Personal wird auch die Steuerung rund um die Terminalprozesse Bestandteil des Tätigkeitsbereichs sein.
Kundenberatung und Serviceleistung sind Bestandteil in der Ausbildung der Servicekaufleute im Luftverkehr. Sie ermitteln Flugpreise für Kunden, verkaufen Flugscheine und schreiben sie um, bieten Zusatzleistungen an und nehmen Erstattungen vor.

Englischkenntnisse erhalten künftig in beiden Ausbildungen eine zentrale Bedeutung. Durch veränderte Vorgaben zur betrieblichen Sicherheit und Abwehr äußerer Gefahren wird es auch eine stärkere Betonung auf Luftsicherheitsaspekte geben.
Daneben ändern sich auch die Prüfungsanforderungen für die Luftverkehrsleute. Während die Servicekaufleute die klassische Form der Zwischen- und Abschlussprüfung beibehalten, gilt es bei den Luftverkehrsleuten in Zukunft die gestreckte Abschlussprüfung mit abschlussrelevanten Prüfungen bereits während des zweiten Ausbildungsjahres.

Beide Ausbildungsberufe bilden künftig eine Berufsgruppe, mit der Möglichkeit einer gemeinsamen Lehre von mindestens einem Jahr. Die Struktur der beiden Ausbildungen mit ihren unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Tätigkeitsinhalten bleibt dabei aber erhalten.
Nachdem die Neuabschlüsse sowohl bei den Luftverkehrsleuten als auch bei den Servicekaufleuten rückläufig waren, werden beide Berufe durch die Modernisierung wieder zeitgemäßer und attraktiver.

Nach der Ausbildung bieten die kaufmännischen Luftverkehrsberufe verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung, beispielsweise zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik, Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität oder Tourismusfachwirt.
Die jetzt modernisierten Ausbildungsordnungen für den betrieblichen Teil und die darauf abgestimmten Rahmenlehrpläne für den schulischen Teil der Ausbildungen treten zum 1. August 2017 in Kraft und lösen die bestehenden Ausbildungsregelungen ab.

 

Quelle: Pressemittteilung BIBB

 

 

 

Schlagworte:
 
Luftverkehrkaufmännische BerufeAusbildungsverordnung

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