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09. Mai 2017  

Technische Ausbildungsberufe

Nicht nur reine Männersache

Der Anteil von Frauen in technischen Berufen konnte auch durch zahlreiche Maßnahmen in den letzten 20 Jahren nicht gesteigert werden. Trotz dieser ernüchternden Bilanz gibt es durchaus „frauentypische“ Technikberufe.
Laborantin bei der Arbeit.

2015 lag der Anteil von Frauen in technischen Berufen mit 12,4 Prozent auf dem Niveau des Jahres 1993. Somit könnte man meinen, dass Maßnahmen wie der „Girls Day“ ihre Wirkung verfehlt haben. Eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zu den Unterschieden zwischen Männern und Frauen in technischen Ausbildungsberufen zeigt jedoch, dass es auch technische Berufe gibt, in denen vor allem Frauen dominieren. Hierzu zählen zum Beispiel der/die Augenoptiker/-in (Frauenanteil: 72 Prozent), der/die Biologielaborant/-in (66 Prozent), der/die Mediengestalter/-in Digital und Print (60 Prozent), der/die Zahntechniker/-in (60 Prozent) sowie der/die Hörgeräteakustiker/-in (58 Prozent). All diese Berufe haben neben der technischen auch eine kreative oder gesundheitstechnische Ausrichtung, die von Frauen bei der Wahl des Ausbildungsberufes bevorzugt wird.

Die überwiegend „männertypischen“ Technikberufe stammen dagegen alle aus dem Produktionssektor. Beispielhaft hierfür stehen der/die Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in, der/die Elektroniker/-in, der/die Metallbauer/-in, der/die Informationselektroniker/-in sowie der/die Kfz-Mechatroniker/-in. In diesen Berufen liegt der Männeranteil bei 96 bis 99 Prozent. 

Die Analyse des BIBB ergab zudem, dass Frauen häufig über eine bessere schulische Vorbildung verfügen. Während 44 Prozent der Frauen in technischen Berufen eine Studienberechtigung haben, sind es bei den Männern lediglich 23 Prozent. Da im System der dualen Berufsausbildung vor allem gewerblich-technische Berufe von großer Bedeutung sind, nutzen vor allem Männer (60 Prozent) diesen Weg der Ausbildung. Was die schulische Berufsausbildung in den Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens betrifft, verhält es sich umgekehrt: Sie wird in mehr als drei Viertel aller Fälle von Frauen gewählt.

Quelle: Pressemittteilung Bundesinstitut für Berufsbildung 
Schlagworte:
 
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