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05. Mai 2017  

Bildungsbericht

Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut wie nie

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für Jugendliche sind so gut wie noch nie. Rechnerisch standen 100 ausbildungsplatzsuchenden Schulabgängerinnen und Schulabgängern 104,2 Ausbildungsangebote gegenüber.
Frau sitzt am Schreibtisch und arbeitet.

„Jugendliche haben selten so gute Chancen auf einen interessanten Ausbildungsplatz und attraktive Berufsperspektiven gehabt wie heute. Die Praxisnähe, die guten Übergänge von der Ausbildung in Beschäftigung und die im EU-Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit begründen den Erfolg und das auch international hohe Ansehen unseres dualen Ausbildungssystems. Es gibt allen Grund, die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung wieder zu erhöhen", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. 

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge blieb mit 520.300 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Für viele Betriebe ist es schwieriger geworden, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Indiz dafür ist der neue Höchststand von 43.500 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten unbesetzten Ausbildungsstellen. Dem standen rund 20.600 unversorgte Bewerber gegenüber. Damit stellen Passungsprobleme zwischen Angebot und Nachfrage weiterhin eine zentrale Herausforderung dar. Die Attraktivität und Qualität des Berufsbildungssystems muss im Zuge der demografischen Entwicklung verbunden mit dem Trend zu höheren Schulabschlüssen und der gestiegenen Anzahl von Studienanfängern weiter gestärkt werden. 

Herausforderung und Chance zugleich ist weiterhin die Bildungsintegration von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen sind. Dies spiegelt sich auf dem Ausbildungsmarkt 2016 noch nicht unmittelbar wider, da die Asylverfahren und die Sprach- und Integrationskurse im Vordergrund standen. Angesichts der hohen Zahl junger Flüchtlinge unter 25 Jahren ist im nächsten Jahr jedoch mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage von Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern zu rechnen. „Wichtig sind hier insbesondere auch Maßnahmen, die dabei helfen, die Kompetenzen von geflüchteten Menschen zu messen und anzuerkennen. Hier sind wir als BMBF mit dem Anerkennungsgesetz und der Initiative VALIKOM zur bundesweiten, standardisierten Kompetenzfeststellung für Berufserfahrene ohne formellen Abschluss aktiv", sagte Wanka.


Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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