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20. Januar 2009  
Studentenleben in Köln

Viva Colonia

Zehn Prozent der rund eine Million Einwohner Kölns sind Studenten. Doch was macht das Studium in Köln so besonders? Worauf sollte man achten? Wir haben uns umgehört und die besten Tipps zusammengetragen. Hanna Koch / Annette Kamps

©vmu@pixelio.de

Stadt

Die Geschichte Kölns lässt sich bis zu den Römern zurückverfolgen. Durch ihre Lage als Handelsknotenpunkt konnte sie nicht nur wirtschaftliche Erfolge feiern, sondern auch im Kulturbereich eine feste Größe werden. Am berühmtesten ist der Kölner Dom – kein Tourist, der etwas auf sich hält, lässt es sich entgehen, die 509 Stufen zu erklimmen und von oben den Blick auf die Stadt zu genießen. Studenten schätzen das lockere Lebensgefühl der Rheinländer, das sich nicht nur an Karneval zeigt. 

 

Studium

Köln ist mit insgesamt dreizehn Hochschulen einer der größten Hochschulstandorte Deutschlands. Ob staatlich oder privat, kleine Akademie oder große Massen-Uni – angehende Studenten haben die Qual der Wahl. Die meisten zieht es an die Universität Köln: Rund 40 000 Nachwuchs-Akademiker sind hier eingeschrieben und studieren wirtschaftliche, medizinische, juristische, natur- oder geisteswissenschaftliche Studiengänge. Die Fachhochschule Köln ist mit 16 000 Studenten die größte FH Deutschlands, wer dort studiert, kann aus 45 verschiedenen Fächern wählen. Auch auf „Sonderwünsche“ wird eingegangen: In Köln befindet sich die einzige Sporthochschule Deutschlands. Kreative Köpfe können an der Musikhochschule oder an der Kunsthochschule für Medien studieren. Wer etwas mehr Geld zur Verfügung hat als normale Studenten, den zieht es vielleicht an eine der zahlreichen privaten Universitäten, zum Beispiel an die Cologne Business School.

 

 

Wohnen

Studenten in Köln leiden ständig unter Geldmangel. Daran ist nicht nur das wilde Partyleben schuld: Die hohen Mieten reißen ein großes Loch in den Geldbeutel. Durchschnittlich geben Kölner Studenten rund 300 Euro pro Monat für ihre Miete aus, dafür ergattern sie mit etwas Glück ein schmuckes WG-Zimmer in den beliebten Stadtteilen Südstadt, Ehrenfeld oder Belgisches Viertel. Manche Studenten weichen angesichts der hohen Kosten in die Vororte aus und ziehen in etwas abgelegenere Ecken wie Kalk oder Bilderstöckchen,denn dort sind die Mieten niedriger. Mitbewohner werden eigentlich immer gesucht – Aushänge gibt es am Schwarzen Brett im Uni-Hauptgebäude und in der Mensa. Wer nicht vor Ort ist, kann sich auch online informieren. 

 

 

Arbeiten

Fast 80 Prozent aller Kölner Studenten jobben neben dem Studium – so viele wie in keiner anderen deutschen Stadt. Arbeitsmöglichkeiten gibt es viele: Neben Jobs als Kellner oder Verkäufer kann man natürlich auch direkt an der Uni als studentische Hilfskraft arbeiten. Schnelles Geld lässt sich indes als Service-Mitarbeiter bei der Koelnmesse verdienen. Zwar muss man dafür oft ein ganzes Wochenende durcharbeiten, nachher klingelt es dafür aber umso mehr in der Kasse. Wer in den Medien Fuß fassen möchte, ist in der „Medienstadt Köln“ ebenfalls genau richtig: Nicht nur große Fernsehsender wie RTL und der WDR sind hier vertreten, auch kleinere Verlage und PR-Agenturen beschäftigen studentische Aushilfen. Allerdings ist der Andrang groß; Bewerber, die erste Praxiserfahrungen mitbringen, sind klar im Vorteil. Eine große, aktuelle Online-Jobbörse mit Jobs und Praktika bietet die UNievrsität zu Köln an. 

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