Kreativ, lebendig, schnoddrig
Wer auf Superlative steht, der ist mit keiner anderen Unistadt in Deutschland so gut bedient wie mit Berlin: Die deutsche Hauptstadt lockt mit mehr als dreißig Hochschulen und einem Mega-Angebot an Kunst und Kultur. Viele Studierende fühlen sich von der Stadt mit all ihren Widersprüchen und ihrem schnoddrigen Charme angezogen.Anja Schreiber
Wer auf Superlative steht, der ist mit keiner anderen Unistadt in Deutschland so gut bedient wie mit Berlin: Die deutsche Hauptstadt lockt mit mehr als dreißig Hochschulen und einem Mega-Angebot an Kunst und Kultur. Viele Studierende fühlen sich von der Stadt mit all ihren Widersprüchen und ihrem schnoddrigen Charme angezogen.
Stadt
Auch wenn Berlin mit 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und größte Stadt Deutschlands ist, hat alles klein angefangen: Erstmals wurde sie 1237 urkundlich erwähnt. Im Lauf der Jahrhunderte wurde sie zunächst Preußens Hauptstadt und dann 1871 Reichshauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches. Wer heute durch ihre Straßen geht, stolpert über viele geschichtliche Spuren und Touristenattraktionen. Da sind das Brandenburger Tor und der Prachtboulevard "Unter den Linden", der die Erinnerung an die Kaiserzeit und die Nazi-Diktatur wachruft, oder der Checkpoint Charly in Kreuzberg, der ein besonderes Wahrzeichen des Kalten Krieges ist. Da lockt der Potsdamer Platz mit seinem Sony-Center – ein Ort, der erst nach dem Fall der Mauer aus seinem Dornröschenschlaf im Niemandsland erwacht ist. Und auch der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße sind große Anziehungspunkte. Dort steht auch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Ihre Ruine aus dem Zweiten Weltkrieg und ihr Neubau erinnern an Krieg und Zerstörung. So facettenreich die Geschichte der Stadt, so sind auch ihre Kieze und Menschen: multinational, multikulturell und multireligiös. Eine Stadt, in der jeder nach seiner Fasson selig werden kann.
Studium
Den rund 133.000 Studierenden wird viel geboten: Die Stadt hat vier Universitäten, acht Fachhochschulen, drei Kunsthochschulen, 18 private Hochschulen und die Charité-Universitätsmedizin. Nicht nur für Schöngeister oder High-Tech-Freaks, sondern auch für Künstler und Wirtschaftkapitäne von morgen gibt es also Studiengänge in Hülle und Fülle. Und die Spreemetropole lockt mit einem geldwerten Vorteil: Studierende der staatlichen Hochschulen müssen bisher keine Studiengebühren zahlen. Die Humboldt-Universität (HU) ist die älteste Hochschule der Stadt. 1810 nahm sie ihren Lehrbetrieb auf. Gemeinsam mit der Freien Universität (FU) hat sie das breiteste Fächerangebot. Während die HU am Boulevard "Unter den Linden" zu finden ist, steht die FU im vornehmen Villenviertel Dahlem. Sie ist die größte Uni Berlins und hat inzwischen sogar den Status einer Elite-Universität. Übrigens betreiben beide Hochschulen gemeinsam die Charité-Universitätsmedizin, eine der größten medizinischen Fakultäten Europas. Technische Universität ist zentral im Berliner Westen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universität der Künste gelegen, beide sind nur wenige Gehminuten vom legendären Bahnhof Zoo entfernt.
- Berlin/Brandenburg: Das Studien-Schlaraffenland
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- Kommunikationsmanagement an der Berliner Technischen Kunsthochschule: Kreative Generalisten
- Physiotherapie/Ergotherapie an der ASH Berlin: Beschwerden lindern und für den Alltag fit machen
- Ingenieurinformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin: Einer für alles


