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09. Januar 2009  
Hochschulen in Ostdeutschland

Im Osten viel Neues

Überfüllte Hörsäle, überlastete Professoren oder hohe Studiengebühren kennt man an vielen ostdeutschen Universitäten nicht. Je nach Studienstandort und Fach kann man hier im kleinen Kreis und dazu günstiger als im Westen studieren. Ira Schneider

Neue Studiengänge, eine moderne Ausstattung sowie die enge Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft locken bereits Studienwillige in Richtung Osten. Insgesamt hat der Studienstandort Ost aber immer noch zu wenig Zulauf aus dem Westen. Während 22 Prozent aller ostdeutschen Abiturienten zum Studieren in den Westen gehen, zieht es nur vier Prozent der Studienanfänger von West nach Ost. Das ergab eine aktuelle Befragung der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Dabei haben nicht nur prämierte Voll-Universitäten wie die Freie Uni Berlin oder die Uni Leipzig einiges zu bieten. Besonders kleinere Hochschulen können mit einer sehr guten Betreuung und einem fachspezifischen Angebot punkten.

 

Persönliche Betreuung und kurzes Studium

 

Die TU Bergakademie Freiberg in Sachsen wurde bereits 1765 gegründet. Heute zeichnet sie sich nicht nur durch Tradition, sondern vor allem durch praxisnahe Ausbildung, kleine Seminare und zeitgemäße Forschung aus. „Ihr klares Profil mit den vier Gebieten Geowissenschaften, Energie, Umwelt und Werkstoffe greift die aktuellen Themen einer modernen Industrienation auf“, sagt Professor Michael Schlömann, Prorektor Bildung an der TU Bergakademie Freiberg. Rund 4.500 Studenten, darunter auch immer mehr aus dem Westen, profitieren vom Angebot der sechs Fakultäten und des Interdisziplinären Ökologischen Zentrums. „90 Prozent der Studenten schließen in der Regelstudienzeit ab“, so Schlömann, „Chemiestudenten beenden im Durchschnitt bereits nach 15,9 Semestern ihr Studium – einschließlich Doktorarbeit. Damit sind sie die schnellsten in Deutschland.“ Maschinenbau- und Verfahrenstechnik-Studenten könnten nach dem Studium bereits rund 2.000 Arbeitsstunden in der Industrie vorweisen. Sowohl die Studenten der TU Bergakademie Freiberg als auch die der BTU Cottbus und der FH Schmalkalden in Süd-Thüringen bescheinigen ihrer Uni hervorragende Studienbedingungen mit einer intensiven persönlichen Betreuung.

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