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16. Januar 2009  
Berlin/Brandenburg

Das Studien-Schlaraffenland

Was die öffentlichen Finanzen angeht, steht Berlin nicht gerade gut da. Dafür ist die Hauptstadt umso reicher an akademischen Angeboten. Und auch Brandenburgs Hochschulen können sich sehen lassen.

©Erhard Stumpe@pixelio.de

Was die öffentlichen Finanzen angeht, steht Berlin nicht gerade gut da. Dafür ist die Hauptstadt umso reicher an akademischen Angeboten. Und auch Brandenburgs Hochschulen können sich sehen lassen.

 

Eine Stadt, 25 Hochschulen – so groß wie in Berlin sind die akademischen Möglichkeiten nirgendwo sonst in Deutschland. Und das liegt nicht allein am Hauptstadtfaktor und an den vielen schönen, alten Gebäuden, in denen es sich so gut lehren und lernen lässt. Verantwortlich ist viel mehr ein ziemlich hässliches Bauwerk, das heute längst nicht mehr existiert: die Berliner Mauer. Aus politischen Erwägungen schickten sowohl die Bundesrepublik als auch die DDR nach der Teilung Deutschlands ihre besten Wissenschaftler nach Berlin, bauten ihnen hüben wie drüben neue Hochschulen und Forschungsinstitute. So besitzt die Stadt nach der Wiedervereinigung heute allein vier Universitäten, außerdem vier Kunsthochschulen, sieben FHs und zehn private Hochschulen.

 

Das breiteste Fächerspektrum – von den Geistes-und Sozialwissenschaften über Wirtschaft bis hin zu den Naturwissenschaften – bieten dabei die Humboldt-Universität im Osten und die Freie Universität im Westen der Stadt, an denen zusammen fast 70 000 Studierende eingeschrieben sind. Beide gemeinsam betreiben die Charité-Universitätsmedizin, eine der größten medizinischen Fakultäten Europas. Seit 1999 wird hier der Reformstudiengang Medizin gelehrt, der die angehenden Ärzte wesentlich praxisnäher auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet als bis dato üblich. Inzwischen haben viele Unis in ganz Deutschland ähnliche Programme eingeführt.

 

Europäisch denkenan der ESCP-EAP

Wer seine Zukunft im künstlerischen Fach sieht, sollte hingegen an der Universität der Künste den passenden Studiengang finden. Die UdK ist eine der vielseitigsten Hochschulen ihrer Art in Europa und vereint unter ihrem Dach sowohl praktisch als auch wissenschaftlich ausgerichtete Studiengängein den vier Fakultäten: Bildende Kunst, Gestaltung, Musik sowie Darstellende Kunst. Unterschiedliche Lehramt-Programme ergänzen das Angebot. 

Das ingenieurwissenschaftliche Spektrum deckt derweil die Technische Universität ab, an der sich seit der Umstellung auf Bachelor und Master einiges geändert hat. Viele Studiengänge wurden grundlegend umgestaltet, andere kamen neu hinzu. Einige Master-Programme, zum Beispiel „Human Factors“,das sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Technik auseinandersetzt, sind in Deutschland

einzigartig.

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