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20. Januar 2009  
Studentenleben in München

Brezn, Bier & Alpenglühen

München zieht nicht nur Touristen aus aller Welt an, sondern auch zahlreiche Studenten. Kein Wunder: Die Stadt besitzt neben zwei Eliteuniversitäten jede Menge Lebensqualität. Chris Tomas

©irishrose@pixelio.de

Stadt

1158 wurde München zum ersten Mal urkundlich erwähnt, doch schon viele Jahre vorher siedelten Mönche hier am Isar-Ufer. Ihre Blütezeit entwickelte die Stadt unter König Ludwig I. Gemeinsam mit seinen Söhnen Max und Luitpold schuf er eine Prachtstadt ganz nach seinen Wünschen– mit herrlichen Palästen, breiten Boulevards und pompösen Anlagen im italienischen Stil. Im Zweiten Weltkrieg wurde die historische Altstadt zwar weitestgehend zerstört, danach aber originalgetreu wiederaufgebaut. Bei einem Bummel über den Marienplatz zum Wahrzeichen der Stadt, der Frauenkirche, kann man sich selbst davon überzeugen. Tatsächlich besitzt München eine Spur italienischen Flairs – wer einmal mit Sonnenbrille und Latte Macchiato im Straßencafé saß, wird selbst davon überzeugt sein. Nicht zuletzt, weil der Föhn, ein warmer Alpenwind, manchmal schon im Januar für kristallklare Luft und angenehme zwanzig Grad sorgen kann.

 

Studium

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ist mit knapp 45.000 Studierenden die zweitgrößte Hochschule Deutschlands. Rund 150 verschiedene Studiengänge stehen dort zur Wahl. Die Technische Universität (TU) wiederum hat ihren Schwerpunkt auf technische und naturwissenschaftliche Fächer gelegt. Beide Unis gelten seit 2006 als „Elite-Universitäten“. Im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern werden sowohl LMU als auch TU mit rund 100 Millionen Euro gefördert, die vor allem für Forschungsmittel verwendet werden. Zudem gibt es in München diverse fachgebundene Hochschulen wie etwa die Hochschule für Film und Fernsehen. Die Gebäude der Ludwig-Maximilians-Universität liegen verteilt im Stadtzentrum, während einige Fachbereiche der Technischen Universität in Vororte ausgelagert sind. In der Eingangshalle der LMU spürt man Geschichte hautnah: Hier verteilten einst Sophie Scholl und die Mitglieder der Weißen Rose ihre Flugblätter.

 

Wohnen

Leider sind die Mietpreise in München teurer als in jeder anderen deutschen Großstadt. Die Stadt ist so dicht besiedelt, dass selbst ein kleines WG Zimmer kaum unter 300 Euro zu haben ist. Wer in einem beliebten Viertel wie Schwabing, Lehel, Maxvorstadt, Haidhausen, dem Glockenbach- oder Schlachthofviertel wohnen möchte, muss Zeit für die Suche mitbringen – und Glück haben. Etwas preiswerter und doch innenstadtnah kommt man in Giesing, Neuhausen oder dem Westend unter. Eine preisgünstige Alternative bietet die „Studentenstadt“, die mit ihren vielen großen Wohnheimblocks ein eigenes kleines Stadtviertel bildet. Leider ist die Bewerbung für einen Wohnplatz sehr aufwändig und mit langen Wartezeiten verbunden. In der Uni – im so genannten „Schweinchenbau“ neben der Mensa – hängen außerdem schwarze Bretter mit dem ein oder anderen Wohnungsangebot. Die meisten Studenten nutzen für die Nachmietersuche das Internet.

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