Die Bakterienbekämpfer
Über 30.000 Todesopfer gibt es laut der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene jährlich durch Krankenhausinfektionen zu beklagen. Wie man den Operationssaal steril hält und den Keimen keine Chance gibt, lernt man im neuen Bachelor-Studiengang "Krankenhaushygiene" der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Keimfreie Krankenhäuser sind das Ziel der Studierenden des Bachelor-Studiengangs "Krankenhaushygiene". © Technische Hochschule Mittelhessen
Wer im Krankenhaus liegt, ist gesundheitlich ohnehin angeschlagen und kann auf weitere Krankheitserreger gut und gerne verzichten. Am Campus Gießen der Technischen Hochschule Mittelhessen macht man daher nun Schluss mit Horrorgeschichten von mangelnder Hygiene, wo sie besonders wichtig ist: Dort startet zum Wintersemester 2012/13 der neue Bachelor-Studiengang "Krankenhaushygiene". Innerhalb von sieben Semestern Regelstudienzeit vermittelt der Studiengang Fachkenntnisse zur Risiko- und Infektionspräventation in Gesundheitseinrichtungen.
Die Studierenden eignen sich im dreisemestrigen Grundstudium zunächst Grundlagen in Anatomie, Physiologie/Pathophysiologie, Naturwissenschaften, Mikrobiologie, Präventivmedizin und Datenverarbeitung an. Im viersemestrigen Hauptstudium stehen schließlich hygienerelevante Aspekte der Medizin- und Krankenhaustechnik sowie des Krankenhausbaus im Fokus. Den Studierenden steht dabei für die Lehre und Forschung ein eigener Operationssaal zur Verfügung.
Die Absolventen des Studiengangs "Krankenhaushygiene" werden in beratender Funktion tätig: Sie arbeiten mit Ärzten, Pflegediensten, Apotheken oder Küchen zusammen, um die Verbreitung von Bakterien zu verhindern, untersuchen diagnostische, therapeutische und medizintechnische Prozesse auf mögliche Gefahren und sind in der Weiterbildung der Krankenhausmitarbeiter tätig.
- Rettungsassistent: Mehr als erste Hilfe
- Gesundheitswirtschaft / Gesundheitsmanagement: Gesunde Prozesse schaffen
- Pflegeberufe: Einsatzort Krankenbett
- Seuchenkundler: Mit Computern Seuchen bekämpfen
- Medizinstudium: Wächter des Wohlbefindens


