Auf Galileos Spuren
Die Hochschule München hat zum Wintersemester 2008/09 den Bachelor-Studiengang "Geotelematik und Navigation" eingeführt. In sieben Semestern machen sich die Studenten fit in Informatik, Elektro- und Kommunikationstechnik und werden so zu Allroundern im Bereich der Satellitennavigation ausgebildet.
"Sie haben ihr Ziel erreicht!" – Was vor zehn Jahren noch Science Fiction war, ist heute Alltag: Satellitengestütze Navigationssysteme sind nicht mehr Militär, Seefahrt und Flugverkehr vorbehalten. Vielmehr gehören "Navis" auch in immer mehr Privatautos zur Serienausstattung.
Hinter den elektronischen Wegweisern steckt jede Menge Hightech und Expertenwissen. Da die Branche boomt, sind speziell ausgebildete Ingenieure derzeit heiß begehrt. An der Hochschule für angewandte Wissenschaften München haben daher die Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik, für Mathematik und Informatik und für Geoinformation gemeinsam den Studiengang Geotelematik und Navigation ins Leben gerufen.
In den ersten Semestern lernen die Studierenden vor allem Grundlagen in Mathematik, Physik, Informatik und Elektrotechnik. Im Hauptstudium erfolgt dann die Spezialisierung auf die Bereiche Kommunikationstechnik, Satellitenkommunikation, satellitengestützte Ortung und Navigation, Geoinformatik und Fernerkundung. Im sechsten Semester findet das Praxissemester statt, in dem erste Kontakte mit potentiellen späteren Arbeitgebern geknüpft werden können. Sowohl das Praxis- als auch das Abschlusssemester können an anderen Hochschulen, zum Beispiel an Partnerhochschulen im Ausland, absolviert werden.
Jobchancen
Wer das Studium gemeistert hat, dem stehen ganz unterschiedliche Einsatzgebiete offen. Automobilindustrie und Verkehrswesen gehören ebenso dazu wie Katastrophenschutz, Umweltmonitoring oder Projekte rund im das europäische Satellitennavigationssystem Galileo (zum Beispiel im Kontrollzentrum Pfaffenhofen). Interessenten können sich auf der Homepage des Studiengangs weiter informieren.
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