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29. Januar 2010  
Bionik in Gelsenkirchen

Abschauen ausdrücklich erwünscht

Fallschirme, Schwimmflossen, Klettverschlüsse – Erfindungen, die allesamt von der Natur inspiriert wurden.  An der Fachhochschule Gelsenkirchen begeben sich Bionik-Studenten auf die Spuren Leonardo da Vincis.

© Pixelio: Renate Kalloch

"In der Natur haben sich viele Prinzipien über Jahrmillionen in der Evolution durchgesetzt und sind auf Effektivität, Effizienz und Ressourcenschonung getrimmt worden“, sagt Prof. Dr. Olaf Just, der zur Planungskommission für den Studiengang gehört. „Diese natürlichen Vorbilder will die Bionik technisch nutzbar machen.“

"Erfindungen der Natur“ werden im Fach Bionik entschlüsselt und in Technik umgewandelt. Das Fach ist interdisziplinär und beschäftigt sich mit Naturwissenschaften und Technik, aber auch Architektur, Philosophie und Design. Windkrafträder, die sich wie Grashalme im Wind biegen können; krakenartige Saugnäpfe oder Dachziegel und Farbe, die Wasser im Lotus-Effekt abperlen lässt: In der Bionik wird die Technik vor allem als Unterstützer des Menschen gesehen – der kürzeste Weg dahin führt über den Nachbau der Natur.

Seit März 2010 können sich Interessenten mit Fachhochschulreife an der Hochschule melden. Die Berufsaussichten gelten als sehr gut. Studiengangleiter Just hofft auf zahlreiche Projekte, die in Kooperation zwischen Hochschule und Industriebetrieben neue bionische Produkte entwickeln sollen.

Neben dem Vollzeitstudium besteht an der Fachhochschule Gelsenkirchen übrigens auch die Möglichkeit,  den Studiengang dual zu studieren und das Studium mit einer betrieblichen Ausbildung zu verknüpfen.

Schlagworte:
 
GelsenkirchenNaturwissenschaftenTechnikArchitektur

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