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25. Juni 2009  
Physik in Tübingen

Gut Ding will Weile haben

Die Universität Tübingen hat auf die Kritik am oft zu verschulten Bachelor-System auf ihre Weise reagiert: Der Bachelor-Studiengang "Physik" dauert vier statt der sonst üblichen drei Jahre. So bleibt genug Zeit, um sich dem Studium intensiv zu widmen.

© S. Hofschläger / pixelio.de

Nach vier Jahren machen die Studierenden des Bachelor-Studiengangs "Physik" der Universität Tübingen in der Regel ihren Abschluss – und das, obwohl die Regelstudienzeit anderer BA-Studiengänge doch gemeinhin "nur" drei Jahre beträgt. Warum also die Verlängerung um ein ganzes Jahr? Die Universität möchte mit dieser Maßnahme der Kritik an der zu starken Verschulung der dreijährigen Bachelorstudiengänge begegnen. Das zusätzliche Ausbildungsjahr soll genug Platz für eine individuelle fachliche Spezialisierung und Vertiefung lassen. Ein fünfwöchiges Berufspraktikum erlaubt die praktische Anwendung der gelernten Kenntnisse. Und auch die Möglichkeit zu einem ein- oder sogar zweisemestrigen Auslandsaufenthalt besteht.

Damit auch der künftige Arbeitgeber über den Mehrwert des Studiengangs Bescheid weiß, werden alle im Studium erbrachten Leistungen und Veranstaltungen in einem Diploma Supplement gesondert aufgeführt. Für Interessierte besteht nach dem "Intensiv-Bachelor" die Option, einen Master-Studiengang aufzunehmen, der mit einem Jahr regelstudienzeit hingegen vergleichsweise kurz gehalten ist.

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