Visualisierte Umwelt
Wie können Menschen negative Auswirkungen auf die Umwelt beheben oder vermeiden? Im neuen Bachelor-Studiengang Umweltinformatik an der HTW Berlin lernen Studenten, den Zustand der Umwelt zu visualisieren.
Wenn ein Vulkan eine Aschewolke quer durch Europa treibt, im Golf von Mexiko aus einem Ölbohrloch tonnenweise Öl ins Meer sprudeln oder wenn sich das Klima verändert: Dann sind Umweltinformatiker zur Stelle. Weil gut ausgebildete Fachkräfte immer wichtiger werden, hat die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin den Bachelorstudiengang Umweltinformatik völlig neu konzipiert. Die Studenten simulieren die Ausbreitung von Schadstoffen in Ökosystemen, entwickeln Softwaresysteme für den Abruf von Bioindikatoren und sammeln umweltrelevante Daten für Umweltverträglichkeits- prüfungen. Dabei geht es nicht darum, Daten in den Computer einzuspeisen, sondern sie zu visualisieren und vorherzusagen, wie sich die Umwelt in Zukunft entwickeln wird.
Die Informatik hilft dabei, die Komplexität der Zusammenhänge in den Griff zu bekommen. Studenten der Umweltinformatik an der HTW Berlin lernen also mit geografischen Informationssystemen, mit Umweltdatenbanken und der Simulation von Ökosystemen umzugehen. Gleichzeitig setzt man im Studiengang auf den Erwerb von sozialen Kompetenzen, darunter Präsentation, Projektmanagement und Moderationskompetenz, da viele der Absolventen bei IT-Projekten mit Umweltwissenschaftlern zusammenarbeiten müssen.
Bis zum 15. Juli kann man sich noch um einen Studienplatz zum kommenden Wintersemester bewerben. Studienstart ist der 1. Oktober. Im Wintersemester 2011/2012 soll ein berufsbegleitender Teilzeitstudiengang folgen, der in insgesamt neun Semestern zum Bachelorabschluss führt.
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