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09. Juni 2010  
Medieninformatik an der Saar-Uni

Kreative Informatiker

Seit Handys kleine Computer sind, müssen auch für sie Programme entworfen werden. Beim Bachelorstudiengang Medieninformatik an der Saar-Uni können sich kreative Informatiker austoben.

© aboutpixel: Ylloh

Neue mobile Geräte, die auf kleinstem Raum eine hohe Rechenleistung unterbringen, eröffnen vielfältige Kommunikationswege. Um diese kreativ zu nutzen und für den Verbraucher einfach zu gestalten, sind die Kenntnisse von Medieninformatikern gefragt. Die Universität des Saarlandes bietet dafür ab dem Wintersemester einen neuen Studiengang an. Er verbindet Inhalte aus dem klassischen Informatikstudium mit den künstlerischen Aspekten der Mediengestaltung und Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie. Die Studenten besuchen dazu auch Veranstaltungen der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken sowie des Fachbereichs Psychologie der Saar-Uni.

Potentielle Arbeitgeber für Medieninformatiker sind zum Beispiel Multimedia-Firmen, Werbeagenturen oder Unternehmen für Softwareentwicklung und Telekommunikation. Außerdem ist ihr Wissen in Rundfunkanstalten und Verlagen sowie bei der internen Schulung von Unternehmen gefragt. „Der Studiengang Medieninformatik wird dafür einen hohen Praxisanteil mit Projektarbeiten in kleinen Teams beinhalten“, erklärt Antonio Krüger, Professor mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz im Handel der Universität des Saarlandes. „So werden die Studenten den professionellen Umgang mit den Multimediatechnologien kennen lernen, etwa bei der Audio- und Bildverarbeitung.“ Darüber hinaus sollen sich die Studenten kritisch mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der digitalen Medien auseinandersetzen.

Schon während des Studiums können sich die Medieninformatiker in Saarbrücken an vielfältigen Forschungsprojekten beteiligen. Die Fachrichtung Informatik an der Saar-Uni beschäftigt rund 30 Professoren mit einer breiten Palette an Themen, von der Computergraphik über die Softwaretechnik bis hin zur Sprachtechnologie. Das Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ umfasst weitere 20 junge Forschergruppen.

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