Retter der Rohstoffe
Geowissenschaften mit Schwerpunkt Rohstoffe kann man bald an der TU Clausthal studieren. Damit sollen Experten ausgebildet werden, die die Rohstoffversorgung der Industrieländer verbessern können.
Geowissenschaftler beschäftigen sich mit der Versorgung von Rohstoffen. Laut Tu Clausthal ist die eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Gerade in Zeiten der Energiewende ist die Rohstoffversorgung ein Thema: Die Windkraftanlagen benötigen beispielsweise Magnete, die aus Hightech-Metallen bestehen, zu denen die Seltenen Erden gehören. China kontrolliert 97 Prozent der weltweiten Produktion der Seltenen Erden und verknappt das globale Angebot durch hohe Exportpreise.
Umfassendere, aktuelle Kenntnisse im Rohstoffsektor werden also für die Wirtschaft immer wichtiger werden. Da liegt es nahe, dass die TU Clausthal vom kommenden Wintersemester an den neuen Bachelor-Studiengang Rohstoff-Geowissenschaften anbietet. Rohstoff-Engpässe könnten zum Beispiel mit Recycling gelöst werden, so die Wissenschaftler der TU. Mancher Abfall könnte zum Rohstoff der Zukunft werden. Auch der Abfall der Vergangenheit: Metalle, die früher nicht gebraucht wurden und vor Jahrhunderten in unterirdischen Halden aufgeschüttet wurden, rücken in den Fokus der Forscher.
Geowissenschaften nicht nur im Hörsaal studieren
All diese Aspekte fließen in den neuen, sechssemestrigen Studiengang Rohstoff Geowissenschaften ein, der auf geo- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern basiert. Teile der Ausbildung finden im Labor oder im Gelände (beispielsweise Exkursionen zu bedeutenden Kupfer- und Goldvorkommen in den Anden) statt, um den praktischen Aspekt zu gewährleisten. Behandelt werden die Rohstoffgruppen Steine und Erden, Erze, Erdöl/Erdgas, Grundwasser, Salz und Recycling-Produkte.
Der Semesterbeitrag an der TU Clausthal beträgt 628 Euro. Kurzentschlossene können sich bis zum 15. Oktober für den Studiengang Rohstoff-Geowissenschaften bewerben. Allerdings starten die Erstsemester-Vorbereitungswochen schon am 5. Oktober, deswegen sollten Bewerber nicht zu lange warten.
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