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09. Mai 2012  
Mehr Studienabbrecher in Bachelor-Studiengängen

Jeder dritte Bachelor schmeißt das Studium

Eigentlich sollte die Bologna-Reform die Zahl der Studienabbrecher vermindern. Eine neue HIS-Studie zeigt aber: Die Studienabbrecherquote in Bachelor-Studiengängen steigt weiter.

In einer neuen Studie haben Forscher der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) untersucht, wie viele Studienanfänger des Jahrgangs 2006/07 ihr Bachelor-Studium im Jahr 2010 abgeschlossen haben. Demnach beendete fast jeder dritte Studierende (28 Prozent) das Studium ohne Abschluss. Die Studienabbrecherquote ist somit leicht gestiegen: Bei einer Untersuchung der Studienanfänger aus dem Jahrgang 2004/05 betrug diese noch 25 Prozent.

Die hohe Abbrecherquote wird dabei vor allem durch Studierende an Universitäten verursacht: Hier brachen gleich 35 Prozent ihr Studium ab. An Fachhochschulen waren es hingegen nur 19 Prozent. Die deutliche Differenz erklären sich die Autoren der Studie durch "Übergangs- und Anpassungsprobleme" bei der Einführung des Bachelors: An Fachhochschulen sei der Bachelor in der Regel bereits einige Jahre früher eingeführt worden als an Universitäten, daher seien die Probleme dort mittlerweile aufgrund der größeren Erfahrung mit dem Bachelor weniger groß. 2006 sah das noch ganz anders aus: Die Abbrecherquote an Fachhochschulen betrug damals noch 39 Prozent. Einen ähnlichen Rückgang der Abbrecherquote an Universitäten halten die Autoren der Studie für denkbar.

Nach Fächergruppen betrachtet, gibt es die meisten Studienabbrecher sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen in den Ingenieur- (39 Prozent) und Naturwissenschaften (30 Prozent). Am konsequentesten bringen hingegen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler ihr Studium zum Ende: Nur 6 Prozent verlassen ihre Hochschule laut der HIS-Studie ohne den Abschluss in der Tasche.

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