Aufs College in Cottbus?
Der Wissenschaftsrat fordert "mehr Alternativenreichtum" im deutschen Hochschulsystem. Im Klartext: Neben Universitäten und Fachhochschulen sollte es nach Meinung des Rates künftig auch andere Hochschulytpen wie "Colleges" oder "Professional Schools" geben.
Universität oder Fachhochschule – viel mehr Wahlmöglichkeiten haben Studienanfänger in Deutschland nicht, wenn es um den Hochschultyp geht. Kunsthochschulen, pädagogische Hochschulen oder Berufsakademien decken nur ein kleines Spektrum an Fächern ab und sind für viele keine Alternative.
Doch mit dieser Übersichtlichkeit könnte bald Schluss sein: Der so genannte Wissenschaftsrat, ein vom Bundespräsident berufenes Berater-Gremium, empfielt Bund und Ländern, für "mehr Alternativenreichtum" im Hochschulsystem zu sorgen – zum Beispiel in Form von "Colleges" und "Professional Schools" nach angelsächsischem Vorbild. Universitäten und Fachhochschulen reichen nach Meinung des Rates künftig nicht mehr aus, um die wachsenden Aufgaben des Bildungssystems zu bewältigen. Forschung, Lehre, Weiterbildung, Ausbildung, Wissenstransfer, Internationalisierung, Bildungsbeteiligung, gesellschaftlicher Integration – die Anforderungen an den Hochschulsektor sind laut Wissenschaftsrat vielfältig. Er empfielt den Hochschulen daher, sich gezielt auf Nischen und Teilbereiche zu spezialisieren und eigene Profile zu entwickeln. Insbesondere die Universitäten, von denen viele die Forschung und das Streben nach internationaler Anerkennung zum Ziel hätten, sollten andere Leitbilder entwickeln und der Lehre mehr Bedeutung einräumen.
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