Woher kommt das Geld fürs Studium?
Mit allem drum und dran kostet ein Studium schnell mehrere hundert Euro im Monat. Um das zu finanzieren, können Studenten mit Bafög, Studienkrediten, Bildungsfonds, Stipendien oder den eigenen Elern ganz verschiedene Geldquellen anzapfen.
Eltern
Im Idealfall unterstützen dich deine Eltern gern und freiwillig im Studium. Tatsächlich sind sie aber sogar gesetzlich dazu verpflichtet, und zwar bis zu deinem 28. Geburtstag. Wie viel sie jeden Monat überweisen müssen, hängt von ihrem Einkommen ab und ist in der so genannten Düsseldorfer Tabelle geregelt. Sie wird herangezogen, wenn Kinder vor Gericht die ihnen zustehenden Unterhaltszahlungen gegen ihre eigenen Eltern einklagen müssen – was zum Glück die Ausnahme ist. Sollten deine Eltern Kindergeld kassieren und trotzdem keinen oder zu wenig Unterhalt für dich zahlen, musst du übrigens nicht gleich mit dem Rechtsanwalt kommen, sondern kannst bei der zuständigen Familienkasse die Auszahlung des Kindergelds auf dein eigenes Konto beantragen.
Stipendien
Mit Stipendien unterstützen Stiftungen, Unternehmen oder Verbände ausgewählte Studierende. Am bekanntesten sind die elf großen partei- oder kirchennahen Stiftungen. Sie setzen in der Regel politisches oder soziales Engagement und gute Studienleistungen voraus und unterstützen ihre Stipendiaten mit bis zu 585 Euro pro Monat. Zusätzlich gibt es viele kleinere Institutionen, die ebenfalls Stipendien vergeben.
Die Möglichkeiten für Studierende wirtschaftswissenschaftlicher und technischer Fachrichtungen überwiegen allerdings gegenüber denen für Geistes- und Sozialwissenschaftler. Hier gibt es Linklisten zu weiteren Stipendien.
Bafög
Wenn sich deine Eltern die Finanzierung deines Studiums nicht leisten können, springt der Staat ein – und zahlt Bafög. Die eine Hälfte davon (aber maximal 10.000 Euro) musst du nach dem Studium zurückzahlen, die andere gibt’s geschenkt.
Was genau ist Bafög?
"Bafög" ist die Abkürzung für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, in dem die Einzelheiten der finanziellen Unterstützung Studierender durch den Staat geregelt sind. Haufig wird der Begriff auch als Bezeichnung für die Unterstützung an sich benutzt – so auch in diesem Artikel.
Bekomme ich Bafög?
Um vom Bafög zu profitieren, musst du einige Voraussetzungen erfüllen. Für die meisten davon gibt es Ausnahmeregelungen – Nachfragen beim Bafög-Amt lohnt sich also.
• Du musst an einer staatlichen Hochschule studieren.
• Du musst unter 30 Jahre alt sein.
• Du musst die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
• Du darfst noch kein anderes Studium oder eine förderfähige Ausbildung abgeschlossen haben.
• Du darfst im Studium nicht nach dem dritten Fachsemester den Studiengang gewechselt oder einen Ausbildungsabbruch hinter dir haben.
• Das Einkommen deiner Eltern darf eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.
Wie viel gibt's?
Maximal 648 Euro kann dir das Bafög-Amt jeden Monat überweisen. So viel bekommen aber nur wenige. Die Höhe der Förderung hängt unter anderem vom Einkommen deiner Eltern, deiner Wohnsituation und deinen eigenen Einkünften durch Nebenjobs ab. Mit einem Bafög-Rechner kannst du im Internet unverbindlich kalkulieren, wie viel du bekommen würdest.
Wie komme ich an das Geld?
Zu ermitteln, ob du Anspruch auf Bafög-Leistungen hast, ist kompliziert. Experten empfehlen daher jedem, vor dem Studienstart einen Bafög-Antrag zu stellen – schlimmstenfalls gibt es halt eine Absage. Unter www.das-neue-bafoeg.de findest du die Adressen der für dich zuständigen Bafög-Ämter. Hier gibt es weitere Informationen zum Thema Bafög.
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