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20. April 2009  
Stipendien und Stiftungen in der Übersicht

Nicht nur für Überflieger

Nicht nur gute Noten öffnen die Tür zu einem Stipendium. Fast genauso wichtig ist gesellschaftliches Engagement. Wir zeigen dir, bei welchen Stiftungen du dich bewerben kannst.

Zahlreiche Organisationen in Deutschland bieten Stipendien für Studenten an. Grundsätzlich fördern die meisten Stiftungen entsprechend dem Bafög-Satz, doch wird anders als bei dieser staatlichen Unterstützung später keine Rückzahlung verlangt. Unsere Kurzdarstellung der großen deutschen Stiftungen soll dir eine erste Einschätzung ermöglichen, wer eventuell für deine persönliche Studienförderung in Frage kommt. Darüber hinaus gibt es viele weitere Organisationen, die nur bestimmte Studiengänge oder Hochschulen fördern. Es lohnt sich also, an deiner Hochschule nachzufragen, ob es lokale Angebote gibt.

Stiftungen und Stipendien

Es gibt konfessionell und politisch ausgerichtete Stiftungen, Stiftungen wirtschaftsnaher Organisationen sowie Stiftungen, bei denen man sich nicht selbst bewerben kann, sondern vorgeschlagen werden muss (z.B. vom Professor).

Gemeinsam ist allen, dass der Bewerber sich mit der geistigen Haltung bzw. politischen Richtung der Stiftung identifizieren können sollte. Bei kirchlichen Stiftungen ist außerdem die Konfessionszugehörigkeit Bedingung. Zusätzlich solltest du für die Stiftung aktiv sein oder werden: Dies kann wichtiger sein als der von allen geforderte Nachweis besonderer Leistungen in Schule und Studium. Selbst ein Zensurendurchschnitt von 3,0 auf dem Abiturzeugnis ist z.B. bei der gewerkschaftlich orientierten Hans-Böckler-Stiftung nicht unbedingt ein Grund, abgelehnt zu werden. Das nachgewiesene persönliche soziale und politische Engagement ist einigen Förderern bei der Auswahl unter den Bewerbern genauso wichtig.

Gefördert werden können alle deutschen Studenten sowie ausländische Staatsangehörige, die in Deutschland Bafög-berechtigt sind (Bildungs-Inländer). Für ausländische Studierende gibt es oft besondere Programme und Bedingungen, die auf den jeweiligen Internetseiten näher erläutert sind.

Deutschlandstipendium

Das Deutschlandstipendium ist das jüngste bundesweite Stipendienprogramm: Ab dem Sommersemester 2011 können sich Studierende für die Förderung bewerben. Wer angenommen wird, erhält monatlich 300 Euro. Interessant für Bafög-Empfänger: Die Förderung wird nicht auf den Bafög-Bedarf angerechnet.

Die Finanzierung des Stipendiums teilen sich Bundesregierung und Unternehmen. Ziel ist es, auf diese Art jeden zehnten Studierenden finanziell zu unterstützen. Zum Zeitpunkt des Starts werden jedoch erheblich weniger Studenten in den Genuss des Deutschland-Stipendiums kommen.

  • Bewerbungsvoraussetzungen: Hochschulreife, besondere Begabung und/oder Fachpreise und Auszeichnungen. Geördert werden Studierende aller Nationalitäten.
  • Bewerbungsgrenze: keine
  • Bewerbungszeitpunkt: je nach Hochschule
  • Weitere Bedingungen: Das Deutschland-Stipendium wird nicht zentral vergeben, sondern Hochschulen bieten das Stipendium ihren Studierenden an. Wie viele Stipendien an einer Hochschule zur Verfügung stehen und nach welchen Kriterien die Stipendiaten gefördert werden, ist bei der Hochschule zu erfragen. Das Stipendium wird für zwei Semester bewilligt. Danach wird überprüft, ob die Förderkriterien weiterhin erfüllt werden und Fördergeld zur Verfügung steht. Die Förderung wird auch während Auslandssemestern gezahlt.

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 122 - Übergreifende Fragen der Nachwuchsförderung, Begabtenförderung
Hannoversche Straße 28-30D-10115 Berlin
Telefon: +49 (0)30 18 57-0
Internet: www.deutschlandstipendium.de

  1. Teil: Deutschlandstipendium
  2. Teil: Konfessionelle Stiftungen
  3. Teil: Parteinahe Stiftungen
  4. Teil: Sonstige Stiftungen
Schlagworte:
 
StipendiumStudienfinanzierungBafög

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