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18. Dezember 2009  
CHE-Studie zum Thema BAföG

Mehr Geld allein bringt wenig

Im kommenden Jahr soll das BAföG erhöht werden. Eine neue Studie des CHE belegt jedoch, dass mehr Geld allein wenig nutzt: Um mehr Menschen ein Studium zu ermöglichen, muss demnach die Finanzierung an das gestufte Bachelor- und Mastersystem angepasst werden. Außerdem müsse man verstärkt "neue Zielgruppen" ansprechen.

Geld allein bringt's nicht, sagt das CHE... (Foto: Anke Tillmann)

Der Ruf nach weiteren BAföG-Reformen wird regelmäßig laut. Auch im Zuge der aktuellen Studentenproteste zur Umsetzung der Bologna-Reform wird zurecht auf die dringende Notwendigkeit einer spürbaren BAföG-Erhöhung verwiesen. Die Bundesregierung plant nun, zum Wintersemester 2010 die Fördersätze deutlich anzuheben. Eine neue Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) belegt jedoch, dass mehr Geld allein nichts bringt. Um mehr Menschen ein Studium zu ermöglichen, muss demnach die Finanzierung an das neue, gestufte Bachelor- und Mastersystem angepasst werden. Außerdem solle man bislang unterrepräsentierte Studienberechtigte besonders fördern.

Die CHE-Studie verweist auf bislang ungenutzte Möglichkeiten, mit einem "neuen" BAföG gezielt Anreize für ein Studium zu setzen und empfiehlt:  

  • unter dem "Dach" eines neuen BAföG die bislang getrennten staatlichen Finanzierungsinstrumente (v.a. KfW-Studienkredit, "Bildungskredit", Studienbeitragsdarlehen der Länder) zusammenzuführen. Das schafft Transparenz und ist wirkungsvoller.
  • die mögliche Laufzeit zu verlängern bzw. flexibler zu machen, um einen Wechsel zwischen Voll- und Teilzeitstudium zu ermöglichen. 
  • die starre Altersgrenze von derzeit 30 Jahren deutlich zu erhöhen, und – mit einem wesentlich höheren Darlehensanteil – auch die Finanzierung weiterbildender Studiengänge vorzusehen. 
  • gezielt Anreize für "nicht-traditionelle" Studierendengruppen zu setzen. Für bislang unterrepräsentierte Zielgruppen (bspw. junge Menschen mit Migrationshintergrund, Studienberechtigte aus unteren Einkommensschichten, Studierende mit Kindern oder junge Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen) könnte etwa ein höherer Zuschussanteil statt hälftigem Darlehen vorgesehen werden. 
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BafögStudienfinanzierungCHE

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