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15. Oktober 2010  
Im Studium folgt auf den Bachelor der Master

Studieren - so funktioniert's

Wie funktioniert eigentlich ein Studium? Wie lange dauert es bis zum Bachelor, und welche Master-Studiengänge gibt es? Was sind Creditpoints? Und wofür steht "SWS"? von Annette Kamps und Daniel Schwitzer
Nach dem Bachelor kommt der Master. &coopy; Gräfin / Photocase.de

Nach dem Bachelor kommt der Master. © Gräfin / Photocase.de

Seit ein paar Jahren heißen die Regelabschlüsse für ein Studium an deutschen Hochschulen Bachelor und Master. Nur für Programme, die mit dem Staatsexamen schließen, gibt es noch Ausnahmeregelungen, weil sich hier die Umstellung auf das gestufte System als schwierig erwiesen hat. Das Gute an Bachelor und Master: Es gibt sie nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union und in vielen anderen Ländern der Welt, zum Beispiel den USA, Kanada und Australien. Mit dem deutschen Diplom-Abschluss hingegen konnten früher selbst unsere Nachbarländer nicht viel anfangen. Bachelor und Master machen also Studienleistungen international vergleichbar und fördern so die Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern – jedenfalls theoretisch. Denn in der Praxis funktioniert das System bislang leider nicht immer: Die unflexible Struktur und der enge Zeitplan von Bachelor-Programmen lassen den wenigsten Studierenden Raum für ein Auslandssemester – es sei denn, dies ist im Studienplan fest vorgesehen.

Bachelor: Grundlagenwissen und Berufspraxis

Den Bachelor, und damit einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, hat man schon nach drei, allerhöchstens vier Jahren in der Tasche. Natürlich kann man in solch kurzer Zeit ein Fach nicht in seiner ganzen Breite studieren. Dieses Ziel verfolgt der Bachelor aber auch gar nicht: Er will überhaupt kein tiefgehendes Wissen, sondern erst einmal nur die grundlegenden Aspekte vermitteln. Dabei wird nicht nur graue Theorie gepaukt, sondern häufig projektbezogen in kleinen Studiengruppen gearbeitet. Hinzu kommen meist berufspraktische Inhalte, die die Studierenden auf mögliche Tätigkeiten nach dem Studium vorbereiten. Dazu zählen Schlüsselqualifikationen wie etwa Fremdsprachen und Präsentationstechniken. Für den nötigen Karriereschub sorgt zudem meist ein vorgeschriebenes Praktikum, bei dem die angehenden Bachelors schon Kontakt zu potenziellen künftigen Arbeitgebern knüpfen können.

Master: Vertiefung  und Spezialisierung

Wer tiefer in die Materie eintauchen und sich auf bestimmte Teilbereiche seines Fachs spezialisieren will, sattelt auf das Bachelor- ein Master-Studium drauf. Der Master dauert mindestens zwei und höchstens vier Semester, es sei denn, man studiert in Teilzeit bzw. berufsbegleitend. Ihn braucht, wer später einmal höher hinaus will, zum Beispiel in der Führungsetage eines großen Unternehmens, in internationalen Organisationen oder in Wissenschaft und Forschung arbeiten möchte.

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BachelorMasterStudium

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