feedback
Home
18. August 2008  
Eignungsprüfung an der Sporthochschule

Knackpunkt Korbleger

Zunächst die gute Nachricht: Die Sporteignungsprüfung an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) kann beliebig oft wiederholt werden. Die schlechte Nachricht: Für etwa die Hälfte der Bewerber ist dies am Tag ihrer größten sportlichen Herausforderung zugleich die beste Nachricht. Stefan Moskopp
Sport

Auch beim Sprint kann sich keiner ein Defizit erlauben

Noch bevor die 1.180 Bewerber, die im kommenden Sommer ein Studium an der DSHS in Köln aufnehmen wollen, zur ersten von 20 Disziplinen antreten müssen, erwartet sie eine große Aufgabe: verdammt frühes Aufstehen. Denn bereits um 7.20 Uhr müssen sich die Bewerber im Foyer der Sporthochschule versammeln, wo sie in fünf Gruppen eingeteilt werden. Anschließend geht es in einen großen Hörsaal, wo die Sportler begrüßt und mit jeder Menge aufmunternder Worte versorgt werden.

Dino Moll aus Bonn hat sich rund drei Monate auf die Prüfung vorbereitet. „Mit ein bisschen Glück kann ich es schaffen, ansonsten bin ich bei der nächsten Aufnahmeprüfung wieder am Start“, gibt er sich verhalten optimistisch. Wer den Aufnahmetest besteht, hat damit übrigens den Studienplatz noch nicht sicher, sondern nur die Bewerbungs-Berechtigung erlangt. Neben der sportlichen Leistung ist dann noch der Abi-Schnitt entscheidend. Zunächst die gute Nachricht: Die Sporteignungsprüfung an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) kann beliebig oft wiederholt werden. Die schlechte Nachricht: Für etwa die Hälfte der Bewerber ist dies am Tag ihrer größten sportlichen Herausforderung zugleich die beste Nachricht. Dinos Gruppe muss zunächst zum Turnen. „Meine schwächste Disziplin“, seufzt der 18-Jährige, „wenn es ganz schlecht läuft, kann ich anschließend schon nach Hause fahren.“

Endstation Turnhalle?

Bei den 20 zu absolvierenden Disziplinen darf man sich nur ein so genanntes Defizit erlauben. Kommt es zu einem zweiten, ist die Sporteignungsprüfung nicht bestanden. „Man sollte auf keinen Fall schon im Voraus ein Defizit einplanen, denn sonst geht es sowieso schief“, sagt Sarah Dittrich, die bereits im 7. Semester Sport studiert, und heute als Betreuerin dabei ist. Schon der Gang in die Turnhalle treibt den meisten Jungs Angstschweiß auf die Stirn.

  1. Teil: Endstation Turnhalle?
  2. Teil: Horrordisziplin Bodenturnen
  3. Teil: Höchstleistung beim Hochsprung
  4. Teil: Punktlandung im Hallenbad
  5. Teil: Ohne Defizit ins Ziel
Schlagworte:
 
SportSporthochschuleSportstudiumKöln

Mehr zum Thema