Kino im Hörsaal
An der Uni Düsseldorf stellen Studierende ihr eigenes Kurzfilmfestival auf die Beine. Wir wagen einen Blick hinter die Kulissen.Patrick Agis-Garcin
Filmplakate zieren die Betonwände der Philosophischen Fakultät, in der Luft liegt der süßliche Duft von Popcorn. Zahlreiche Studis marschieren über den roten Teppich in den Hörsaal, um dort Carina Neubohns Kurzfilm "Mittendrin" zu sehen – wie jedes Jahr im Herbst ist an der Uni Düsseldorf das "Filmfest" angesagt.
Seit der Erstausgabe 2003 erfreut sich der Kurzfilmwettbewerb stetig wachsender Beliebtheit. Drei Tage lang wird der Konrad-Henkel-Hörsaal der Philosophischen Fakultät zum Kinosaal umfunktioniert. Drei Tage, an denen jungen Filmemachern aus der Region Nordrhein-Westfalen eine Plattform für ihre ersten Werke geboten wird.
Von Studis, für Studis
Möglich macht all das ein rein studentisches Team, das hauptsächlich aus Mitgliedern des Bachelor-Studiengangs Medien- und Kulturwissenschaft besteht. Einer von ihnen ist Sebastian Fischer. Der 27-Jährige kümmert sich seit 2007 um die Projektleitung und freut sich darüber, dass mit jedem neuen Jahr mehr Beiträge ins Rennen um den Publikums- und den Jurypreis geschickt werden: "Dieses Mal hatten wir fast 150 Einsendungen. Daraus haben wir eine Vorauswahl von 26 Kurzfilmen getroffen, die nun auf dem Filmfest gezeigt werden." Um junge Talente zu fördern, wurde in den Richtlinien festgelegt, dass es sich bei dem Wettbewerbsbeitrag um eine der ersten fünf Produktionen der Teilnehmer handeln und diese aus Nordrhein-Westfalen kommen müssen.
Ansonsten aber sind die Grenzen alles andere als eng gesteckt – vom Dokumentarfilm über Alkoholismus bis hin zum Animationsfilm über Milben wird einiges geboten, und auch in Sachen Spielzeit unterscheiden sich die Konkurrenten erheblich: Die Spanne reicht von halbstündigen Produktionen bis zu zweiminütigen Pausensnacks.
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