feedback
Home
05. April 2012  
Viele Studienanfänger - volle Hochschulen

Es wird eng!

Zur Vorlesung ins Kino und zum Schlafen auf den Campingplatz! Wer aktuell trotz zahlreicher Studienanfänger durch den deutschen Uni-Alltag kommen will, braucht kreative Lösungen – Studierende genauso wie Hochschulen. Nicole Traut
Studienanfänger

Bei so vielen Studienanfängern muss auch mal das Kino als Hörsaal herhalten. © Universität Vechta

Über 515.000 Studienanfänger starteten 2011 ins Studium. Die Zahl der Erstsemester stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Ursachen der Erstsemester-Schwemme sind die Abschaffung der Wehrpflicht, die geburtenstarken Jahrgänge bis 1990 sowie die Verkürzung der Gymnasialzeit und die dadurch nun doppelten Abgängerzahlen. Die Konsequenzen müssen Dozenten und Studierende gleichermaßen tragen: 50 statt 30 Seminarteilnehmer sind da keine Seltenheit, und im Hörsaal auf der Treppe zu sitzen, ist noch das geringste Übel.

Aufgrund der gestiegenen Wohnungsnachfrage bieten die Studentenwerke Heidelberg, Freiburg und Tübingen bereits Notunterkünfte an. Für vier bis acht Euro die Nacht können die Studierenden hier mit bis zu 30 anderen im Schlafsaal übernachten. Cornelia Gräf, Referentin für externe Unternehmenskommunikation des Studentenwerks Heidelberg, betont: "Zusätzlich zu den Notunterkünften hat das Studentenwerk Heidelberg im vergangenen Sommer ein Gelände angemietet, auf dem zuvor Familien von US-Militärs wohnten. Nach dreimonatiger Reparaturphase haben dort seit dem Wintersemester 640 Studierende eine neue Heimat."

  1. Teil: Viele Erstsemester - wenig Raum
  2. Teil: Zur Vorlesung ins Kino
Schlagworte:
 
StudienanfängerStudentenlebenErstsemester

Mehr zum Thema