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13. Oktober 2010  
Die wichtigsten Begriffe rund um den Studienstart von A bis Z

Erstsemester-Glossar

Dein erster Tag an der Uni naht und du fragst dich, was hinter all den kryptischen Abkürzungen, Fremdwörtern und Fachbegriffen steckt, die sich in deinen Unterlagen sammeln? Nicht verzagen, unser "Ersti"-ABC hilft dir auf die Sprünge. Patrick Agis-Garcin
Erstsemester

© eyelab / photocase.de

A

Abschluss: Alles hat irgendwann ein Ende – selbst das Studium, das für dich gerade erst beginnt. Als stolzer Absolvent darf man sich erst über den Bachelor freuen, und wenn man dann noch weiter studiert, über den Master. Daneben gibt es vereinzelt noch Diplom- und Magister-Abschlüsse. Noch keine Einigkeit herrscht darüber, wie künftig mit Studiengängen verfahren wird, die mit einem Staatsexamen abgeschlossen werden: Jura, Medizin und Lehramt. Übrigens: Damit du auch was in den Händen hältst, wird dir nach Studienabschluss eine schmucke Urkunde verliehen. Macht sich bestimmt schön an WG-Wänden.

Akademisches Viertel: Bezeichnet jene Viertelstunde, die eine Lehrveranstaltung später beginnt als im Vorlesungsverzeichnis angegeben. Wird der Beginn einer  Veranstaltung mit "9:00 Uhr c.t." (lat. "cum tempore": "mit Zeit") angegeben, fängt diese erst um 9:15 Uhr an. Heißt es dagegen "9:00 Uhr s.t." (lat. "sine tempore": "ohne Zeit"), beginnt die Veranstaltung pünktlich um 9:00 Uhr. Ursprung des Akademischen Viertels ist im Übrigen nicht etwa die latente Unpünktlichkeit der Studierenden. Vielmehr dienen die 15 Minuten offiziell dem Wechsel des Veranstaltungsraums und der Wiederholung des Stoffes aus der letzten Woche. Naja…

Anwesenheitspflicht: Je nach Studiengang, Studienphase und der Nachsicht des jeweiligen Dozenten wird die Anwesenheit eines jeden Studenten regelmäßig überprüft - oder eben nicht. Ist dies der Fall, geschieht das meist mit einer durch die Sitzreihen wandernden, stets hart umkämpften Anwesenheitsliste. Bei vollen Hörsälen mutet die Jagd nach der begehrten Unterschriftensammlung oft zu Hochschulsport der extremeren Sorte an. Falls der Kampf mal vergebens sein sollte, braucht man den Kopf in der Regel aber nicht gleich hängen zu lassen: Bis zu zwei unentschuldigte Fehlstunden pro Veranstaltung und Semester werden für gewöhnlich akzeptiert.

AStA: Abkürzung für "Allgemeiner Studierendenausschuss". Setzt sich für die Belange der Studentenschaft ein und vertritt diese nach außen. Wie es sich für ordentliche Volksvertreter gehört, werden die Mitglieder des AStA gewählt, und zwar einmal im Jahr vom Studierendenparlament, das wiederum von allen Studierenden der Hochschule gewählt wird (die Wahlbeteiligungen liegen jedoch nicht selten im einstelligen Prozentbereich). Der AStA ist ein selbstverwaltetes Organ und bietet Rat und Tat in unterschiedlichen Belangen, z.b. in Sachen Bafög oder der Suche nach einem WG- oder Wohnheim-Zimmer. Dem Klischee nach tragen AStA-Mitglieder übrigens geschlechterunabhängig meist Hornbrille und Zopf, sind politisch dem linken Spektrum zuzuordnen und ganz wild auf Diskussionen und Debatten jeglicher Art.

Schlagworte:
 
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