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21. Juli 2010  
hochschulstart.de

Der lange Weg zur Wunsch-Uni

Zwischen Schule und Studium steht für viele Nachwuchs-Studenten die Servicestelle Hochschulstart. Doch häufig kann sie den Studienwunsch nicht erfüllen. Dann heißt es flexibel sein. Hanna Koch
ZVS

Der Weg zur Wunsch-Studium kann beschwerlich sein

1973 wurde die Servicestelle, damals noch unter dem Namen ZVS, mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine bessere Studienplatzverteilung zu ermöglichen. Damals wie heute gab es zu viele Studienbewerber. Mit der Gründung der ZVS wurde eine einheitliche Vergabe der Studienplätze möglich, die sich nach der Abiturnote und der Wartezeit richtet.

Das ist auch nach der Hochschulstart-Reform so geblieben: Immer noch ist die Abiturnote das wichtigste Kriterium um an einen Studienplatz zu kommen. Allerdings werden 60 Prozent der Plätze nicht über hochschulstart.de, sondern über hochschulinterne Auswahlverfahren vergeben. An dem gefürchteten "Numerus Clausus" kommt man aber auch bei einer Direktbewerbung nicht vorbei, vor allem, wenn man sich für sehr beliebte Studiengänge bewirbt.

Doch die uni-internen Auswahlverfahren, von denen sich die Hochschulen motiviertere Bewerber und ein effizienteres Vergabeverfahren versprachen, erweisen sich oft als Fehlschlag. Das Problem: Viele Abiturienten bewerben sich gleich an mehreren Hochschulen, so dass viele Unis einer Bewerbungsflut ausgesetzt waren, mit der sie nicht gerechnet hatten. Die Mehrfach-Anträge der potenziellen Studienanfänger führten außerdem dazu, dass es trotz hoher Nachfrage schwierig wurde, die Studienplätze überhaupt zu vergeben, hatte doch so mancher Bewerber längst anderswo einen Studienplatz ergattert.

Alternativen suchen

Ob bei einer Hochschulstart-Bewerbung oder im hochschulinternen Auswahlverfahren: Auschlaggebend für eine Studienplatzzusage bleibt weiterhin die Abiturnote. Wer also nicht zu den Besten seines Jahrgangs gehört, muss nach alternativen Studiengängen suchen, und sich mehrfach bewerben, auch wenn die Antragsschwemme die Hochschulen belastet. Im Bereich Medizin kann man sich zum Beispiel für die Bachelor-Studiengänge "Medizinische Biologie" an der Uni Duisburg-Essen, "Medizinische Physik" an der Uni Düsseldorf oder "Medizintechnik" an der FH Gelsenkirchen bewerben. Viele angehende Medizinstudenten überbrücken ihre Wartezeit auch mit einer Ausbildung zum Medizinisch-technischen Assistenten.

Generell ist eine Wartezeit nichts schlimmes: So lange man sie sinnvoll nutzt, wird eine kleine "Lücke" im Lebenslauf keinen Arbeitgeber abschrecken. Wer einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum absolviert kann damit nicht nur seinen Lebenslauf aufpeppen: Oft bekommt man durch eine solche Erfahrungen auch andere Perspektiven in puncto Studienentscheidung, denn es gibt auch jenseits von Medizin, Jura oder BWL tolle Studiengänge in Deutschland.

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