Schüler Wie studieren -, Studienberatung, Hochschulabschlüsse : Druckversion

Dienstag, 6. Mai 2008

Bewerben für Master-Studiengänge

Ich würd’ so gerne bei Ihnen studieren…

©AndreasKopp@Photocase

Einfach einschreiben oder ein ZVS-Formular ausfüllen, das war gestern. Lebenslauf, Motivationsschreiben, Auswahlverfahren – so funktioniert die Studienbewerbung heute.  

Wer den Bachelor-Abschluss in der Tasche hat, muss sich bewerben. Auch Absolventen, die noch nicht ins Berufsleben einsteigen möchten, kommen inzwischen um diesen Schritt nicht mehr herum. Der Grund: Die Anzahl der Studienplätze in Master-Studiengängen ist beschränkt, und so hat sich – analog zum Arbeitsmarkt – ein Markt entwickelt, auf dem Absolventen nach guten Studiengängen und Hochschulen nach guten Studenten suchen. Doch wie bewirbt man sich für einen Master? Wie bei jeder Bewerbung ist bereits im Vorfeld einiges zu klären:  

  • Welche Professorengutachen muss ich vorlegen?
  • Welche Leistungszertifikate werden verlangt?
  • Bewerbungs- bzw. Anmeldungsfristen für Eignungstest
  • Erfülle ich die fachlichen Voraussetzungen?
  • Muss ich einen bestimmten Notendurchschnitt erfüllen?  

Bei aufeinander aufbauenden (konsekutiven) Studiengängen zählen natürlich vor allem fachliche Voraussetzungen, d.h. man muss ausreichende Vorkenntnisse aus dem vorhergehenden Studium mitbringen. Weitere Qualifikationen können ein bestimmter Notendurchschnitt oder der Nachweis von Sprachkenntnissen sein. Neben Anschreiben, Zeugnissen, Lebenslauf und Zertifikaten wird häufig ein Motivationsschreiben verlangt. Und analog zum Anschreiben, mit dem man sich um einen Job bewirbt, muss man auch hier Werbung in eigener Sache machen: Die Professoren, die darüber entscheiden, ob man genommen wird oder nicht, wollen schließlich überzeugt werden. Wer hier punkten will, muss präzise und überzeugend seine bisherigen akademischen Erfahrungen ins Spiel bringen. Natürlich nur diejenigen, die auch wirklich mit dem Studiengang, für den man sich bewirbt, zu tun haben. Ein 1a-Abschluss im naturwissenschaftlichen Nebenfach hilft wenig, wenn man sich für einen Master in „International Business“ bewirbt.

Ist nichts anderes vorgegeben, gehören folgende Punkte unbedingt ins Schreiben:

  • bisheriges Studium; akademische Schwerpunkte
  • Warum will ich ausgerechnet diesen Studiengang belegen?
  • besondere Eignung und Motivation für das angestrebte Studium
  • berufliche Ziele  

Entscheidend ist , sich nicht nur damit auseinanderzusetzen, was man selbst mitbringt, sondern auch damit, was das Besondere an dem angestrebten Studiengang und der Hochschule ist. Eine kleine Lobhudelei auf die Zielhochschule hat noch keinem Motivationsschreiben geschadet!

Sich intensiv mit Studiengang und Hochschule zu beschäftigen ist ein absolutes Muss im Bewerbungsprozess, denn allein die Anforderungen an die einzureichenden Unterlagen sind von Uni zu Uni unterschiedlich. Einige stellen konkrete Fragen, die im Motivationsschreiben beantwortet werden müssen, für andere muss man frei formulieren, wieder anderen reicht ein ausgefüllter Bewerberbogen. Ähnlich sieht es mit Auswahlgesprächen aus: Viele Hochschulen bestehen darauf, dass ihre künftigen Studenten im Gespräch mit Professoren glänzen, anderen reichen die Bewerbungsunterlagen. Die Anforderungen hängen natürlich stark vom Andrang auf den jeweiligen Studiengang ab.  

Fazit: Einen allgemeinen Leiftfaden für die Hochschulbewerbung gibt es nicht, Details bekommt man auf der Homepage des Fachbereichs und bei der Studienberatung heraus. Nur eines gilt für alle Bewerber: früh genug anfangen…      


(Annette Kamps)



Schüler Wie studieren -, Studienberatung, Hochschulabschlüsse : Letzte Änderung 21.08.2008, 21:42 Uhr