Am 27. September 2007 hat die EINSTIEG in Berlin eine Fachtagung zum Thema "Wettbewerbsstrategien vor dem Hintergrund des Informationsverhaltens von Oberstufenschülern" veranstaltet. 140 Hochschulvertreter informierten sich hier über aktuelle Studien zum Verhalten der Schüler und tauschten sich über Auswahlverfahren sowie das eigene Marketing aus.
Die eigenen Fähigkeiten und Neigungen spielen bei der Studienentscheidung die Hauptrolle, doch erstauntlich wichtig ist das persönliche Umfeld, vor allem die Eltern haben laut EINSTIEG/CHE-Studie einen großen Einfluss. Das bedeutet für das Marketing der Hochschulen, dass sie nicht nur an die Schüler selbst heranstreten müssen, sondern auch bei deren Eltern einen guten Eindruck machen sollten.
Doch wie können Hochschulen Schüler davon überzeugen, bei ihnen zu studieren? Die reine Präsenz vor Ort reicht heutzutage nicht mehr aus. Die Fachhochschule Brandenburg macht es vor: Im Rahmen des Projektes "Übergang Schule – Hochschule" arbeitet sie sowohl mit Gymnasien als auch mit Unternehmen der Region zusammen. Durch Ideenwettbewerbe, Schülerkurse und Praktikumsangebote lernen die Schüler vor allem technische und naturwissenschaftliche Studiengänge kennen, in denen es an Nachwuchs mangelt, oder besser: momentan noch mangelt. Das Kunsthistorische Institut der FU Berlin dagegen bringt Dozenten und Studierende mit dem Nachwuchs zusammen: Gemeinsam mit Schülern besuchen sie Ausstellungen und geben Einführungen in die Kunstgeschichte.
Dies sind nur zwei der zahlreichen Beispiele, die auf der Fachtagung vorgestellt wurden. Hochschulen gehen verschiedenste Wege, um Schüler für sich zu gewinnen, dazu gehören Hochschulinformationstage, Schülervorlesungen, Alumni-Arbeit und nicht zuletzt Messeauftritte.