Einfach einschreiben oder ein ZVS-Formular ausfüllen, das war gestern. Lebenslauf, Motivationsschreiben, Auswahlverfahren – so funktioniert die Studienbewerbung heute.
Wer den Bachelor-Abschluss in der Tasche hat, muss sich bewerben. Auch Absolventen, die noch nicht ins Berufsleben einsteigen möchten, kommen inzwischen um diesen Schritt nicht mehr herum. Der Grund: Die Anzahl der Studienplätze in Master-Studiengängen ist beschränkt, und so hat sich – analog zum Arbeitsmarkt – ein Markt entwickelt, auf dem Absolventen nach guten Studiengängen und Hochschulen nach guten Studenten suchen. Doch wie bewirbt man sich für einen Master? Wie bei jeder Bewerbung ist bereits im Vorfeld einiges zu klären:
- Welche Professorengutachen muss ich vorlegen?
- Welche Leistungszertifikate werden verlangt?
- Bewerbungs- bzw. Anmeldungsfristen für Eignungstest
- Erfülle ich die fachlichen Voraussetzungen?
- Muss ich einen bestimmten Notendurchschnitt erfüllen?
Bei aufeinander aufbauenden (konsekutiven) Studiengängen zählen natürlich vor allem fachliche Voraussetzungen, d.h. man muss ausreichende Vorkenntnisse aus dem vorhergehenden Studium mitbringen. Weitere Qualifikationen können ein bestimmter Notendurchschnitt oder der Nachweis von Sprachkenntnissen sein. Neben Anschreiben, Zeugnissen, Lebenslauf und Zertifikaten wird häufig ein Motivationsschreiben verlangt. Und analog zum Anschreiben, mit dem man sich um einen Job bewirbt, muss man auch hier Werbung in eigener Sache machen: Die Professoren, die darüber entscheiden, ob man genommen wird oder nicht, wollen schließlich überzeugt werden. Wer hier punkten will, muss präzise und überzeugend seine bisherigen akademischen Erfahrungen ins Spiel bringen. Natürlich nur diejenigen, die auch wirklich mit dem Studiengang, für den man sich bewirbt, zu tun haben. Ein 1a-Abschluss im naturwissenschaftlichen Nebenfach hilft wenig, wenn man sich für einen Master in „International Business“ bewirbt.