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2. April 2008

Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann

Flexibilität ist Trumpf

Partys ohne Ende und mit den Promis per du - diese Vorstellung vom späteren Beruf schwirrt in vielen Köpfen herum, die sich um eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bewerben. Das böse Erwachen ist in diesen Fällen vorprogrammiert.

 

Erst seit 2001 gibt es den Ausbildungsberuf des Veranstaltungskaufmanns. Die Lehrzeit dauert drei Jahre, kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Begleitend zur betrieblichen Ausbildung geht es für die Azubis zum Teilzeit- oder Blockunterricht in die Berufsschule. Die Branchen, in denen Veranstaltungskaufleute arbeiten, sind äußerst zahlreich. Konzertveranstalter, Künstleragenturen, Eventagenturen oder Veranstalter von Kongressen, Messen, Tagungen und Konferenzen - hier findet man üblicherweise die angehenden Veranstaltungskaufleute. Bestimmte schulische Zugangsvoraussetzungen für eine Lehrstelle gibt es keine. Oftmals werden allerdings Abiturienten von den Firmen bevorzugt. Nach der Abschlussprüfung vor der IHK sind eine Fortbildung als Fachwirt/in für Messe- und Kongresswesen, ein Studium der Betriebswirtschaft oder der Theater- und Veranstaltungstechnik Möglichkeiten, um beruflich weiterzukommen.

 

Selbstbewusstsein gefragt

 

Zu den persönlichen Eigenschaften, die man mitbringen sollte, gehören u.a. Organisationstalent, die Bereitschaft, auf Menschen zuzugehen, und ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein. Veranstaltungskaufleute erbringen Dienstleistungen unterschiedlichster Art für ihre Kunden. Dazu gehört auch der Umgang mit Künstlern, wie Musikern und Comedians, also Menschen, die nicht immer pflegeleicht sind. Ein Gebot muss der Veranstaltungskaufmann dennoch immer berücksichtigen: Der Kunde ist König!

 

Wer als Veranstaltungskaufmann glücklich sein will, muss aber vor allem eines sein: flexibel. Er muss zudem bereit sein, einen Teil seiner Freizeit zu opfern, denn oft finden Veranstaltungen in den Abendstunden oder am Wochenende statt. Veranstaltungskaufleute sind dabei stets vor Ort, um sich persönlich um alles zu kümmern: vom Aufbau über die Veranstaltung selbst bis zum Abbau. Messen, Kongresse und Konferenzen dauern meist mehrere Tage, während derer die Organisatoren jeweils von der ersten bis zur letzten Minute präsent sein müssen. Das Schlafbedürfnis wird da hinten angestellt - bei Vorgesetzten ebenso wie bei den Azubis.

 

Mehr Bewerber als Plätze

 

Einheitliche Gehälter gibt es weder in der Ausbildung noch im späteren Beruf. In kleineren Betrieben kommen die Azubis gerade so über die Runden, in großen Unternehmen haben sie zum Teil ein gutes Ein- bzw. Auskommen. Eine Ausbildungsstelle zu finden ist übrigens gar nicht so einfach, da es wesentlich mehr Bewerber als freie Ausbildungsplätze gibt. Nichtsdestotrotz, wer in seinem späteren Beruf gern mit den unterschiedlichsten Menschen arbeiten möchte, mit ungeregelten Arbeitszeiten kein Problem hat, bereit zur Teamarbeit ist und auch eine Menge Büro- und Verwaltungsarbeiten einplant, sollte sich nicht abschrecken lassen. Als Veranstaltungskaufmann kommt man in der Regel viel herum, lernt viele Menschen kennen und kann diverse Kontakte knüpfen. Nur sollte eben nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich um einen kaufmännischen Beruf handelt. Das bedeutet konkret, dass Party, Glanz und Glamour meistens zweitrangig sind. Im Vordergrund stehen Rechnungswesen, Kalkulation, Planung, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Da gehören stundenlanges Telefonieren, um neue Kunden zu gewinnen, und ausdauernde Internet-Recherchen ebenso dazu wie das Aufhängen von Plakaten in der ganzen Stadt bei Wind und Wetter oder das ewige Eintüten von Flyern und Prospekten für Werbesendungen.

 

 


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