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Exzellenzinitiative - Spitzenunis im Vergleich

Vorbild Harvard?

Seit 2006 gibt es in Deutschland Elite-Universitäten. Doch können sie mit den Spitzen-Unis in den USA mithalten? Wir haben einen Studenten aus Harvard und eine Studentin aus München gefragt, wie ihr Studienalltag aussieht und die deutsche Exzellenz-Initiative unter die Lupe genommen. von Hanna Koch

Können deutsche Elite-Unis international Stand halten?

Wenn Francesco Iberg morgens aufsteht, hat er einen geregelten Tagesablauf vor sich: Um zehn Uhr beginnen die Vorlesungen, dann gibt es Mittagessen, nachmittags besucht er Seminare und abends wird gelernt – meist fünf bis sechs Stunden lang. Francesco studiert in den USA, an der Elite-Universität Harvard. „Es war schon immer mein Traum, nach Harvard zu gehen“, sagt der 21-jährige Schweizer, der auch schon an der Universität St. Gallen studiert hat. Unterschiede zum Studium in Europa sieht Francesco viele: „In Harvard habe ich gemerkt, was Lernen bedeutet. Während in Europa meist nur die Abschlussprüfungen oder die Seminararbeiten zählen, ist hier aktive Mitarbeit gefragt, denn sie fließt in die Noten ein.“ Francesco studiert den politikwissenschaftlichen Studiengang „Economics and Government“ und muss sich dafür richtig reinhängen: „In Harvard kann man es sich nicht leisten, kurz mal ein paar Bücher quer zu lesen. Ich muss mich auf jedes Fach gewissenhaft vorbereiten, durchschummeln klappt hier nicht“. Allerdings sei die Motivation auch größer, erzählt Francesco, was an der guten Studienatmosphäre, aber auch an den hohen Gebühren liege.


Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Mehr als 30.000 Dollar kostet das Harvard-Studium pro Jahr, dazu kommen noch die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung. Für Francesco zählt aber das Preis-Leistungsverhältnis: „Die besten Professoren der Welt, Bibliotheken mit mehr als 14 Millionen Büchern und ein Top-Service für Studenten– das bekommt man nicht überall geboten“, sagt der Politik-Student. An Kursen und Veranstaltungen herrsche schon fast ein Überangebot: „Fast jede Woche finden Vorträge mit Führungspersonen aus Wirtschaft Politik und Wissenschaft statt“, erzählt Francesco. „Es kann sein, dass man den Kurs eines Nobelpreisträgers besucht, in dem gerade einmal 15 Mitstudenten sitzen“. Auch die Freizeitangebote der Kaderschmiede können sich sehen lassen: In Harvard gibt es nicht nur Uni-Partys, sondern auch außergewöhnliche Events. So besuchte zum Beispiel die Schauspielerin Charlize Theron im Februar 2008 die Elite-Uni, um bei der „Hasty Pudding“-Spaßparade dabei zu sein. Schwer vorstellbar, dass eine deutsche Hochschule eine solche Anziehungskraft auf die Stars ausüben könnte.

  1. Section: Elite-Unis in den USA: Beispiel Harvard
  2. Section: Elite-Unis in Deutschland: Beispiel LMU München
Keyterms:
 
Elite-UniAuslandLMUMünchen

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