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Prüfungsangst

Das schaffst du schon!

Fast jeder kennt das mulmige Gefühl im Bauch, das sich kurz vor einer wichtigen Klausur einstellt. Besonders auf der Abi-Zielgeraden bekommen viele Schüler die berühmt berüchtigte Prüfungsangst. Aber was ist das eigentlich, Prüfungsangst? Und wie kann ich damit später im Studium umgehen? Carla Mundt

Fast jeder kennt das mulmige Gefühl im Bauch, das sich kurz vor einer wichtigen Klausur einstellt. Besonders auf der Abi-Zielgeraden bekommen viele Schüler die berühmt berüchtigte Prüfungsangst. Aber was ist das eigentlich, Prüfungsangst? Und wie kann ich damit später im Studium umgehen?

 

Prüfungsangst ist zunächst - ganz formal - die Angst vor der Bewertung der eigenen Leistungsfähigkeit. In einer Prüfung muss man innerhalb kurzer Zeit das oft wochenlang gelernte Wissen abrufen und in prägnante Sätze fassen. Das erfordert nicht nur ein hohes Maß an Konzentration, sondern auch eine gewisse innere Gelassenheit, damit sich die Gedanken im Kopf nicht wirr durcheinandermischen und es (im schlimmsten Fall) zum Totalausfall, dem so genannten Black-out, kommt.

 

Doch genau das ist gar nicht so leicht. Herzklopfen, schwitzige Hände und Unruhegefühle sind die üblichen Symptome, die viele Schüler und Studenten kurz vor einer Prüfung plagen. Zweifel und Versagensangst kommen auf, man fragt sich: „Habe ich genug gelernt, werde ich die Prüfung bestehen?“. Diese Form von Angst ist völlig normal und kann sogar eine leistungssteigernde Wirkung haben: Sie lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Ereignis und regt den Ehrgeiz an. Man weiß, dass man genug gelernt hat und die Prüfung bewältigen kann. Erst wenn dieses Bewusstsein gestört ist, spricht man von schwerer und behandlungsbedürftiger Prüfungsangst.

 

Ich darf keinen Fehler machen

 

Die Betroffenen können oft schon lange Zeit vor einer anstehenden Prüfung nicht gut schlafen, leiden unter Übelkeit, Kopfschmerzen und dauerhafter Nervosität. Im Extremfall kommt es zu depressiven Stimmungen und Panikattacken. Man fühlt sich leer und ausgeliefert. Immer wieder kreisen die Gedanken um das bevorstehende Ereignis, das ausschließlich negative Gefühle und Selbstzweifel hervorruft.

 

Anstatt den Stoff zu lernen, schiebt man ihn von sich weg. Jeder Gedanke in diese Richtung wird vermieden und kehrt gerade deshalb immer wieder. Das schlechte Gewissen wächst mit jedem Tag, an dem man dem Lernen wieder einmal ausgewichen ist. Solch eine Angst vor der Angst ist ein Teufelskreis. Aber wie kommt es dazu?

 

„Ein wesentlicher Aspekt, der das Auftreten von Prüfungsangst beeinflusst, ist das Selbstbewusstsein“, sagt Wolfgang Sessar, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle des Heidelberger Studentenwerks. Die betroffene Person habe oft völlig überhöhte Ansprüche an sich selbst. Sie verlange von sich, eine fehlerlose und damit perfekte Prüfung zu absolvieren. Dazu kommen in einigen Fällen noch hohe Erwartungen von außen, zum Beispiel seitens der Eltern oder Lehrer.

Keyterms:
 
PrüfungsangstLeistungsdruckDeutsches Studentenwerk

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