feedback
Home
Schüler als Unternehmer

Zielstrebig in die Zukunft

Unterricht allein ist für manche Schüler nicht genug: Sie proben parallel zu Mathe und Co. schon mal den beruflichen Ernstfall – in einer Schülerfirma oder auch außerhalb der Schule. Christina Kyriasoglou
Schüler als Unternehmer

Nachwuchs-Designer Magomed an seinem "Arbeitsplatz". Das Motiv der Schuhe und T-Shirts hat er selbst entworfen.

Magomed Dovjenko ist gerade erst 17 geworden – und arbeitet schon für Firmen wie Nike, Adidas und Reebok. Für die Sportbekleidungsfirmen entwirft der Nachwuchs-Designer T-Shirts, Logos und Plakate. Vor drei Jahren hat Magomed seine Karriere ins Rollen gebracht. „Mir macht Designen total viel Spaß und ich hatte gelesen, dass man viel Geld damit machen kann.“ Also schickte er ein paar seiner Entwürfe per E-Mail an die New Yorker Keystone Design Union (KDU), eine Designagentur, die eine Reihe von namhaften Kunden hat.

 

Nicht nur die Sportfirmen gehören dazu, sondern zum Beispiel auch die Bekleidungsmarke Diesel und der Rapper Jay-Z. David Gensler, der Gründer der Agentur, fand Magomeds Ideen gut; erst recht begeistert war er, als er dessen Alter erfuhr. Der damals 14-Jährige wurde in das Netzwerk der KDU aufgenommen. Ihm gehören Designer aus der ganzen Welt an. An das Netzwerk leitet die Agentur Aufträge weiter. Die Designer liefern dann beispielsweise ein Motiv für ein T-Shirt.

 

New York erobern

Im vergangenen Jahr hat Magomed allein für Nike zwölf verschiedene T-Shirts designt. An einem Entwurf sitzt er zwischen sieben und 30 Stunden. Inzwischen hat er eine Menge Geld verdient, einen Teil davon investiert er in seine Ausrüstung, große Bildschirme zum Beispiel. „Den Rest gebe ich aus“, sagt Magomed. „Dabei wollte ich dieses Jahr eigentlich anfangen, zu sparen.“ Noch besucht Magomed die 10. Klasse der Gesamtschule in Köln-Rodenkirchen.

Keyterms:
 
SchülerfirmaBerufswahlDesignBWL

More on this topic