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25/05/12  

Ingenieurwissenschaften

Flugzeug, Stadion, Smartphone

Das Ingenieurwesen bietet tolle Zukunftsaussichten. Berufseinsteigern winken gut bezahlte und spannende Jobs. Der Weg zur Karriere als Ingenieur ist allerdings hart.

Ohne Ingenieure geht nix. © Kurhan / Fotolia
Ohne Ingenieure geht nix. © Kurhan / Fotolia

Was genau machen Ingenieure eigentlich? Gegenfrage: Was machen Ingenieure eigentlich nicht? Ingenieurarbeit steckt heute in fast allen Dingen des täglichen Lebens. Egal, ob man mit dem Flugzeug in den Urlaub abhebt, eine SMS auf dem Handy tippt, im Internet gegen
andere User zockt oder einfach nur zu Hause das Licht einschaltet – ohne Ingenieure wäre all dies nicht möglich. Ein Ingenieur ist ein studierter Spezialist für ein Fachgebiet der Technik. Die theoretische Grundlage seiner Arbeit bilden Kenntnisse in Mathematik, Physik und Informatik, dazu kommt Fachwissen aus seinem ingenieurwissenschaftlichen Ressort.
Die Arbeitsmarktchancen für Ingenieure sind gut. Insbesondere in den Sparten Maschinen- und Fahrzeugbau und Elektrotechnik sind hochqualifizierte Berufseinsteiger gefragt. Und auch im Ausland haben deutsche Ingenieure einen guten Ruf: Bis zur Einführung der Abschlüsse Bachelor und Master galt der deutsche "Dipl.-Ing." (Diplom-Ingenieur) weltweit als Markenzeichen für hervorragend ausgebildete Fachleute. Heute gibt es das Diplom zwar nicht mehr, Ingenieure "made in Germany" stehen aber international weiter hoch im Kurs. Die guten Arbeitsmarktchancen wirken sich auch auf die Gehälter aus: Viele Ingenieure verdienen schon im ersten Jahr zwischen 40.000 und 45.000 Euro – und damit mehr als die meisten anderen Hochschulabsolventen.

Welche Fachgebiete gibt es?
Der technologische Fortschritt sorgt dafür, dass sich die Anforderungen an Ingenieure stetig verändern. Das bedeutet, dass die Aufgaben vieler Ingenieure heute ganz andere sind als noch vor zwanzig, fünfzig oder hundert Jahren – und dass Ingenieure sich im Laufe ihres Berufslebens immer wieder auf Neuerungen einstellen müssen. Trotzdem lassen sich die Ingenieurwissenschaften in vier Hauptgruppen unterteilen:

Maschinenbau und Anlagenbau
Der Maschinen- und Anlagenbau ist der größte Industriezweig in Deutschland. Mehr als 900.000 Beschäftige arbeiten in rund 6.000 Unternehmen zwischen Flensburg und Konstanz, darunter etwa 170.000 Ingenieure. Sie alle entwickeln, produzieren und verkaufen Maschinen und technische Anlagen in die ganze Welt – von der Abfüllanlage einer Bierbrauerei in Oberfranken bis zum Kohlekraftwerk in China. So vielfältig wie die Aufgaben sind auch die Studienmöglichkeiten: Angehende Maschinenbau-Ingenieure können unter nahezu 500 Studiengängen wählen, viele davon mit Spezialisierungen auf bestimmte Teilgebiete oder Branchen.

Schaubild: Die wichtigsten Ingenieur-Sparten

Eins haben jedoch alle gemeinsam: In den ersten Semestern stehen vor allem Mathematik und Naturwissenschaften auf dem Lehrplan. Auch Informatik ist unverzichtbar, denn das wichtigste Werkzeug des Maschinenbauers ist nicht der Schraubenschlüssel, sondern der Computer. Bevor auch nur ein Bauteil produziert wird, simulieren Maschinenbau-Ingenieure Maschinen und Abläufe mit Hilfe spezieller Software.

Elektrotechnik und Elektronik
Die Arbeit von Elektrotechnikern begegnet uns jeden Tag dutzende Male. Ohne sie müssten wir nicht nur auf Handys, Notebooks und Flachbildfernseher verzichten – sondern auch auf
den Strom, der aus der Steckdose kommt. Elektrotechniker beschäftigen sich, kurz gesagt, mit der Frage, wie man Elektrizität erzeugt, überträgt und nutzbar macht. Sie verbessern die Effizienz von Solarzellen und die Ladekapazitäten von Akkus.

Sie haben die Touchscreens unserer Smartphones und den MP3-Player entwickelt, und vielleicht sorgen sie in Zukunft dafür, dass wir an der Tankstelle nicht mehr Benzin und Diesel kaufen, sondern ausschließlich Strom.

Wie für alle Ingenieure gilt auch für Elektrotechniker: Zu Beginn
des Studiums werden vor allem Grundlagen der Mathematik, Physik und Informatik gepaukt. Später gilt es, sich für einen der Schwerpunkte Mikroelektronik, Halbleitertechnik, Mechanik,
Werkstoffkunde, Messtechnik, Automatisierungstechnik, Informationstechnik
oder Energietechnik zu entscheiden.

  1. Section: Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik und Elektronik
  2. Section: Bauingenieurwesen und Verfahrenstechnik
Keyterms:
 
IngenieurwesenTechnikIngenieurwissenschaften

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