Wirtschaftswissenschaften studieren ist "in"
Eine Ausbildung oder ein Studium – welchen Weg schlagen studienberechtigte Schulabgänger ein? Laut einer HIS-Studie haben sich drei Viertel der Befragten des Abschlussjahrgangs 2006 für ein Studium entschieden, die meisten für ein wirtschaftswissenschaftliches.

Drei Viertel der Studienberechtigten aus dem Abschlussjahrgang 2006 haben laut einer HIS-Studie mittlerweile ein Studium aufgenommen. © Friedrich-Schiller-Universität Jena / Günther
Unzählige Studiengänge, zahlreiche Ausbildungsberufe oder duale Studiengänge, die beides kombinieren – die Möglichkeiten, die Schulabgängern mit Abitur oder der Fachhochschulreife offen stehen, sind riesig. Die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hat in ihrer neuen Studie untersucht, welchen Zukunftsweg die Studienberechtigen des Jahrgangs 2006 eingeschlagen haben.
Das Ergebnis: Drei Viertel der rund 3.500 Befragten haben sich für ein Studium entschieden, die meisten davon für eines im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (14 Prozent). Ebenfalls populär unter den Teilnehmern ist das Fach Maschinenbau (11 Prozent), neun Prozent der Befragten studieren auf Lehramt.
"Arbeiterkinder" entscheiden sich seltener für ein Studium
Die HIS-Forscher nahmen dreieinhalb Jahre nach dem Schulabschluss Kontakt zu den Probanden auf. 74 Prozent der Teilnehmer hatten zu diesem Zeitpunkt bereits ein Studium begonnen, weitere drei Prozent planen eines für die Zukunft ein. Schulabgänger aus Akademikerhaushalten entscheiden sich weitaus häufiger für ein Studium (86 Prozent) als Kinder von Eltern, die nicht studiert haben (66 Prozent). Diese Schulabgänger aus so genannten "Arbeiterfamilien" absolvieren doppelt so häufig eine nachschulische Berufsausbildung wie jene aus einem Elternhaus mit akademischem Hintergrund.
Die mit Abstand meisten Befragten streben einen Bachelor-Abschluss an. Mehr als die Hälfte von ihnen (58 Prozent) planen, anschließend noch ein Master-Studium anzuhängen – an Universitäten (75 Prozent) ist dies deutlich häufiger der Fall als an Fachhochschulen (47 Prozent).
Die komplette Studie "Nachschulische Werdegänge des Studienberechtigtenjahrgangs 2006" ist online als kostenloser PDF-Download verfügbar.
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