Ohne Spaß bei der Arbeit
Die Arbeitszufriedenheit sinkt in Deutschland seit Jahrzehnten und ist heute so gering wie nie. Auch im europäischen Vergleich zeigt sich: Den Deutschen macht Arbeiten wenig Spaß.
Seit 27 Jahren fragen Forscher jedes Jahr die Deutschen nach ihrer Arbeitszufriedenheit, indem sie sie bitten, diese auf einer Skala von 1 (ganz und gar unzufrieden) bis 11 (ganz und gar zufrieden) anzugeben.
Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen haben nun die Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP) im Langzeitvergleich ausgewertet. Ergebnis:
Seit der ersten Befragung, in der die Deutschen ihrem Job noch durchschnittlich 7,6 Punkte gaben, sinkt die Zufriedenheit kontinuierlich. Die jüngsten ausgewerteten Daten stammen von 2009. Zu diesem Zeitpunkt lag der Durchschnitt nur noch bei 6,8.
Auch im europäischen Vergleich wird deutlich, dass die Deutschen wenig Spaß bei der Arbeit haben: In 17 Ländern sind die Menschen zufriedener mit ihrer Arbeit. Lediglich in der Slowakei, der Ukraine, in Bulgarien und in Russland herrscht noch mehr Frust im Job als bei den Deutschen.
Über die Ursachen für die sinkende Zufriedenheit geben die Forscher nur Vermutungen ab. Demnach könnten Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, steigender Leistungsdruck und sinkende Löhne für die schlechten Noten verantwortlich sein, die die Deutschen ihren Arbeitssituationen geben.
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