Ausländische Abschlüsse werden besser anerkannt
Wer im Ausland einen Beruf erlernt hat, hatte es bisher schwer, seinen Abschluss in Deutschland anerkennen zu lassen. Das soll ein neues Gesetz nun ändern.
Bisher war es schwer, einen ausländischen Abschluss in Deutschland anerkennen zu lassen. © aboutpixel: N-Loader
Ärzte dürfen in Deutschland bisher nur praktizieren, wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Landes besitzen. Solche und andere Hürden machen es qualifizierten Einwanderern schwer, in ihren erlernten Berufen zu arbeiten. Das Bundeskabinett schätzt, das ca 300.000 Menschen in Deutschland betroffen sind.
Deswegen hat das Kabinett nun den Entwurf des Gesetzes zur Verbesserung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen (Anerkennungsgesetz) verabschiedet. Zuwanderern, die im Ausland einen Beruf erlernt haben, wird es damit erheblich leichter gemacht, in Deutschland eine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung auszuüben. "Das Gesetz ist ein überfälliges Zeichen, dass wir die Qualifikationen anderer respektieren. Es wird zum Abbau von Hochnäsigkeit führen", sagte Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Außerdem erhofft sich die Bundesregierung, mit dem Gesetz Deutschland für qualifizierte Zuwanderer attraktiver zu machen. Damit reagiert sie auch auf den Fachkräftemangel, der sich in vielen Bereichen abzeichnet oder schon eingetreten ist. Mit Inkrafttreten des Gesetzes wird eine bundesweit einheitliche Telefon-Hotline freigeschaltet, über die sich Antragsteller informieren können.
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