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Finanzierung eines Auslandsstudiums

Wie zahl' ich das bloß?

Egal, ob für ein Semester, ein komplettes Studium oder zum Arbeiten – ein Auslandsaufenthalt ist teuer. Zum Glück gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten und Stipendien, die ihn erschwinglich machen.
Auslandsstudium

Mit Förderungsmöglichkeiten wie dem Auslands-Bafög oder dem DAAD-Stipendium wird ein Auslandsstudium erschwinglicher. © Anke Tillmann

Auslands-Bafög

Eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz: Bafög, ist auch im Ausland möglich, in EU-Ländern sogar über die gesamte Dauer des Studiums. Außerhalb der EU gibt es die Unterstützung hingegen meist nur ein Jahr lang. Das Auslands-Bafög umfasst neben der Übernahme eventueller Studiengebühren (maximal 4.600 Euro für höchstens ein Jahr) auch eine Reisekostenpauschale sowie Zuschüsse für die Krankenversicherung und, nur bei Zielen außerhalb der EU, für die Lebenshaltungskosten. Auslands-Bafög bekommt manchmal sogar, wer für sein Studium in Deutschland zuvor keinen Anspruch auf Förderung hatte. Das liegt daran, dass die Fördersätze fürs Ausland höher sind als fürs Inland. Einen Antrag für das Auslands-Bafög sollte man in jedem Fall stellen.

 

DAAD-Stipendien

Der Deutsche Akademische Austausch Dienst vergibt Semester- und Jahresstipendien für Studienaufenthalte weltweit sowie Zuschüsse für Praktika im Ausland. In der Stipendiendatenbank des DAAD kann man seine Studienfachrichtung und sein Zielland eingeben und nach passenden Stipendienangeboten suchen.

 

EU-Programm "Erasmus"

Die Europäische Union fördert die Mobilität unter ihren Studierenden mit dem Erasmus-Programm. Es bietet die Möglichkeit zu einem 3- bis 12-monatigen Studienaufenthalt an einer europäischen Hochschule. Die Erasmus-Stipendiaten müssen keine Studiengebühren im Ausland bezahlen und erhalten einen Mobilitätszuschuss von bis zu 300 Euro monatlich. Häufig gehören auch kostenlose oder vergünstigte Sprachkurse dazu. Die im Ausland erbrachten Studienleistungen werden zu Hause voll anerkannt. Die Bewerbung für ein Erasmus-Stipendium erfolgt direkt beim Akademischen Auslandsamt der Heimat-Hochschule.

 

Fulbright-Stipendium

Das Fulbright-Stipendium gibt es nur für Studienaufenthalte in den USA. Gefördert werden bis zu neun Monate an einer amerikanischen Uni, allerdings sollte man zuvor mindestens sechs Semester in Deutschland studiert haben. Das Stipendium umfasst die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten des Stipendiaten, außerdem Hin- und Rückflug sowie Versicherungen.

 

Drei Tipps fürs Auslandsstudium

  • 1. Beginne früh mit der Planung. Ein Jahr Vorlauf brauchst du mindestens, um deinen Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Besser sind anderthalb. Viele Stipendien haben Bewerbungsfristen, die du unbedingt einhalten musst.
  • 2. Informiere dich über Austauschprogramme deiner Hochschule. Fast alle deutschen Unis und FHs unterhalten Austauschprogramme mit ihren ausländischen Partner-Hochschulen. Der Vorteil: Nimmst du an solch einem Programm teil, zahlst du keine Studiengebühren und kannst sicher sein, dass dir deine im Ausland erbrachten Studienleistungen auch anerkannt werden.
  • 3. Es muss nicht immer Harvard sein. Wenn du dein Auslandsstudium auf eigene Faust organisierst, beziehe auch weniger renommierte Hochschulen in deine Auswahl mit ein. Diese bieten ebenfalls interessante Studiengänge, sind aber nicht so überlaufen und zudem viel günstiger als die so genannten Elite-Unis.
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