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Auslandsaufenthalt in den USA

Love it or leave it!

Wer zum Studieren oder Arbeiten in die USA möchte, hat unbegrenzte Möglichkeiten – wenn er nur rechtzeitig anfängt zu planen. Jens Tönnesmann
Auslandsaufenthalt USA

Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - eine sorgfältige Planung des Auslandsaufenthalts hilft dabei, sich für die richtigen zu entscheiden. ©Faviona@pixelio.de

Bei einem Auslandsaufenthalt in den USA kann man die unterschiedlichsten Dinge erleben. Wie Christina Botros, die in Kalifornien studiert und in einer Hippie-Kommune lebt – im ziemlich chaotischen Doppelzimmer, mit Mitbewohnern, die sich Elfen nennen und zu Meditationen treffen. Oder wie Philipp Rathgeber, der zurzeit ein Praktikum bei der Investmentbank Goldman Sachs macht. Er wohnt in einem Appartement mit Jacuzzi in New York, nur ein paar U-Bahn-Minuten vom Weltfinanzzentrum in Manhattan entfernt. Am anderen Ende des Landes und in einer ganz anderen Welt. 

Zwei junge Deutsche, zwei Momentaufnahmen, die so verschieden sind, dass eins sofort klar wird: In den USA ist tatsächlich alles möglich. Und alle wollen hin: "Ganz stark ist jede Art von Arbeit gefragt", sagt Renate Vollmer vom Information Resource Center des Amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt, "außerdem Freiwilligendienste und Aufenthalte als Au-pair. Und natürlich Studienplätze." Aktuelle Zahlen belegen das: Einer Umfrage des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD) zufolge sind die USA nach Großbritannien und Frankreich das drittbeliebteste Land für studienbezogene Auslandsaufenthalte, also Praktika, Sprachkurse und Studiensemester. Letztere sind besonders beliebt: Nach Angaben der US-Botschaft waren im akademischen Jahr 2005/06 rund 8.800 Deutsche an amerikanischen Universitäten eingeschrieben – 200 mehr als noch im Jahr zuvor.

 

Stipendien helfenbei der Finanzierung

Auch Christina Botros ist im Juni 2007 nach Kalifornien geflogen, um vor den Toren San Franciscos in Berkeley Psychologie und Philosophie zu studieren. Berkeley ist der älteste Campus der University of California und zugleich der begehrteste. Von gut 45.000 Bewerbern wurden im Herbst 2007 nur 10.200 zugelassen. Der Etat der Uni beträgt rund 47.000 Dollar pro Student – das sind fünf Mal mehr als an der Uni Köln zur Verfügung stehen. Dementsprechend teuer ist es, in Berkeley zu studieren: Rund 25.000 Dollar sollte man für ein Jahr für Studiengebühren und Nebenkosten einkalkulieren – an den meisten anderen amerikanischen Universitäten ist das übrigens ganz ähnlich.

Christina Botros hat allerdings Glück. Sie zahlt in Berkeley keine "studyfees". Der Grund: Botros hat sich bei einem Austauschprogramm ihrer Hochschule, der Universität Göttingen, beworben und bekam einen Platz. Das ist ein Weg, die hohen Kosten zu umgehen. Alternativ bieten Stiftungen,der DAAD und das Fulbright-Programm Stipendien, die die Finanzierung erleichtern. "Das Austauschprogramm meiner Uni hat es leichter gemacht", sagt Christina Botros. Trotzdem empfiehlt sie, nicht alles auf eine Karte zu setzen: Für den Fall, dass es mit Berkeley nicht geklappt hätte, hatte sie einen Erasmus-Studienplatz in Reserve. Den brauchte sie dann doch nicht, denn mit ihren Studienplänen in Berkeley konnte sie dasAuswahlgremium in Göttingen überzeugen: "Da muss man gut argumentieren und wissenschaftlich begründen, was man will."

  1. Section: In der kalifornischen Hippie-Kommune
  2. Section: Frühe Planung ist wichtig
  3. Section: Es lebe der School-Spirit
Keyterms:
 
USAAuslandssemesterAuslandspraktikum

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