Kia Ora, Neuseeland
Gleich für mehrere Monate tauschen viele Jugendliche die eigene Familie und die Schule in der Heimat gegen ein neuseeländisches Pendant. EINSTIEG sagt dir, welche Eindrücke man dabei gewinnen kann, für wen sich ein solcher Aufenthalt lohnt, und worauf man bei der Planung achten sollte.Melanie Walkenbach

Zur Schule gehen am anderen Ende der Welt - ein High School Aufenthalt in Neuseeland macht's möglich. © B. Muirhead
Teil 2 unserer Neuseeland-Reihe. Teil 1 findet ihr hier.
Einmal rund um die Welt fliegen. Das machen manche Jugendliche nicht nur für einen Urlaub: Gleich für mehrere Monate tauschen viele die eigene Familie und die Schule in der Heimat gegen ein neuseeländisches Pendant. EINSTIEG sagt dir, welche Eindrücke man dabei gewinnen kann, für wen sich ein solcher Aufenthalt lohnt, und worauf man bei der Planung achten sollte.
Mehr Pampa geht wirklich nicht. Das denkt wahrscheinlich jeder Großstädter, der nach Maungaturoto kommt. Ungefähr 100 Kilometer nördlich von Auckland liegt das 1.000-Seelen-Dorf auf Neuseelands Nordinsel. Trotz der Abgeschiedenheit verschlägt es immer wieder Schüler aus aller Welt hierher, die Zeit als Gast an der Otamatea High School verbringen. Denn wer Natur und Stille genießen möchte, Theater, Kinos und Clubs nicht vermisst, ist hier genau richtig.
Am anderen Ende von Neuseeland, im Süden der Südinsel, liegt Queenstown, das sich selbst als "The World’s Favourite Adrenaline Destination" bezeichnet. Schüler der hier ansässigen Wakatipu High School kommen nicht nur in den Genuss einer intensiven Betreuung an der Schule, sondern haben die Qual der Fun-Sportart-Wahl: Skydiving, Bungee Jumping, Jetboating, Canyon Swinging, Whitewater Rafting, Paragliding, Heli-Skiing.
Stephanie Tinnemann, 17 Jahre alt, hat sich genau die Mitte ausgesucht: Seit Juli ist sie Gastschülerin der Cambridge High School. Die englisch anmutende Kleinstadt mit 16.000 Einwohnern liegt im Zentrum der Nordinsel und gilt als neuseeländisches Mekka für Pferdefreunde. Auch rudern und Rad fahren lässt es sich hier gut. Aber warum reist ein junges Mädchen überhaupt so weit – rudern, reiten und Rad fahren kann man doch auch zuhause in Deutschland? "Fließend Englisch sprechen, neue Erfahrungen sammeln, neue Freunde finden und viel Spaß dabei haben", lautet Stephanies Antwort. "Für Neuseeland hab ich mich entschieden, weil man hier nicht einfach mal so für einen Urlaub hinkommt wie zum Beispiel nach England oder Irland." Neuseeland nimmt nach den USA und Kanada bei deutschen Schülern bereits Platz 3 der beliebtesten Länder ein. Julia Hilbk, 16, die gerade ein halbes Jahr am Waimea College in Richmond auf der Südinsel verbringt, bestätigt Stephanies Meinung: "Ich bin viel selbstständiger geworden, außerdem offener und selbstbewusster, weil ich auf fremde Leute zugehen muss."
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