Doppelt und dreifach hält besser
Auslandserfahrung kann bei der Jobsuche ein großer Pluspunkt sein. In Unternehmen wird ein Doppelabschluss mindestens genauso gern gesehen wie ein Auslandssemester – außerdem sorgen internationale Studiengänge für wertvolle Einblicke in das Berufsleben des Partnerlandes.Robert Piterek
Bei bi- und trinationalen Studiengängen besteht ein so genanntes Doppelabschlussabkommen zwischen einer deutschen und einer oder mehreren ausländischen Hochschulen. Danach können die Studierenden sowohl den Bachelor-Abschluss der Heimat- als auch den er Partnerhochschule(n) erwerben. Die Doppelabschlüsse richten sich überwiegend an Studenten, die einen wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlichen Abschluss anstreben. Es gibt grenzübergreifende Studienangebote aber auch für angehende Lehrer, Juristen und Naturwissenschaftler. Gute Karten hat, wer mobil und sprachbegabt ist.
Grenzenlose Bildung
Max Konopka aus Freiburg und Fanny Krebs aus dem grenznahen französischen Städtchen Rohrbach-les-Bitche erfüllen diese Bedingungen. Während er mittlerweile im siebten Semester Europäisches Baumanagement im Rahmen der Hochschulkooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken, der Universität Paul Verlaine - Metz und der Universität Luxemburg studiert, ist sie inzwischen im sechsten Semester Betriebswirtschaft in Metz und Saarbrücken. Anerkannt und gefördert werden ihre Studiengänge, ebenso wie 145 weitere dieser Art, von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), einem Verbund von 150 Mitglieds- und Partnerhochschulen in Deutschland und Frankreich. Damit hat die DFH den Löwenanteil der über 200 in Deutschland angebotenen Doppelabschlüsse im Programm.
Dass sich Max zu diesem Studium entschlossen hat, ist kein Wunder: Der 23-Jährige besuchte ein Deutsch-Französisches Gymnasium und wollte seine französischen Sprachkenntnisse nicht verlernen. "Mobilität ist sehr wichtig, außerdem gehören Deutschland und Frankreich zu den bedeutendsten Ländern in Europa. Mein Studiengang ist deshalb zukunftsweisend", beschreibt er seine Motivation. Die 20-jährige Fanny hat sich aus ähnlichen Gründen für ihr Doppelstudium entschieden: "Deutschland und Frankreich sind Handelspartner, deshalb sind Leute wichtig, die in beiden Ländern arbeiten können. Auch mein Vater pendelt aus beruflichen Gründen zwischen meinem französischen Heimatort und dem pfälzischen Zweibrücken."
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