Kolumne

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Semesterferien von A bis Z (Teil 2)

 

Willkommen zum diesjährigen Sommer- ABC!  Diesmal dreht sich von A bis Z alles um die "entspannteste" Zeit des Studiums: die Semesterferien.

 

J – Jobben. Viele Studenten müssen neben dem Studium arbeiten, um genügend Geld zum Leben zu haben. Ganz grausam wird es aber, wenn manche in den Semesterferien – bei Sonnenschein und 30°C im Schatten – ihrem Job frönen müssen. Das sind die ganz armen Würstchen, die den voll bepackten Camper ihrer Kommilitonen, der Richtung Süden düst, nur von hinten sehen.

 

K – Klausuren. Ähnlich wie den Jobbenden und den Hausarbeitschreibenden geht es auch denjenigen Studenten, deren Klausuren in oder nach den Semesterferien stattfinden: Stress statt Strand. Insbesondere beliebt sind derartige Ferienzerstörer in den Naturwissenschaften, die Geistis haben äquivalent dazu ja schon die Hausarbeiten.

 

L – Langweile. Unglaublich aber wahr: Es gibt tatsächlich Studenten, die sich in den Semesterferien langweilen. Vielleicht haben sie alle anstehenden Arbeiten schon fleißig im Semester fertig  gestellt, oder setzen "Freizeit" mit "totem Leben" gleich (Zitat eines Kommilitonen!) Deshalb schlage ich vor, dass die Dauer der Semesterferien künftig nach individueller Notwendigkeit berechnet wird.

 

M – Mitfahrgelegenheit. Das mit den Mitfahrgelegenheiten und ihren Beigeschmäckern hatten wir ja schon einmal. Mittlerweile geht es bei dieser Art von Fortbewegung aber nicht mehr nur um Heimat-/ Freund- oder Freundinnenbesuche. Die Mitfahrgelegenheit hat sich vielmehr zu einer Möglichkeit entwickelt, günstig nach ganz Europa in den Urlaub zu kommen. Stellt sich bloß noch die Frage, ob man es mit vier anderen schwitzenden Überraschungen zwanzig Stunden auf fünf Quadratmetern aushält.

 

N – Nix tun. Irgendein Philosoph behauptete einst, man könne vieles, nur nicht nichts tun. Meiner Ansicht nach ein schwerer Irrglaube. Vielleicht trifft ein solcher Gedanke auf eine Handvoll Arbeitsjunkies zu. Was aber die Sprösslinge der Unis angeht, so kann man wohl (mit Ausnahme der Xtreme-Sportler vielleicht) getrost behaupten, dass diese Form der menschlichen Entspannung durchaus möglich ist.

 

O – Osterweiterung. Im Jahr 2004 sind zehn neue östlich gelegene Länder in die EU aufgenommen worden, 2007 dann noch Bulgarien und Rumänien. Höchste Zeit also, einmal den Osten Europas bereisen. Es müssen schließlich nicht immer deutsche Hochburgen wie Mallorca und Co sein, wo man einen schönen Urlaub verbringt.

 

P – Praktikum. Diese Art von Ferienvergnügung kann zwar nicht unbedingt mit einem Sonnenbad am Strand (in der Hand ein eisgekühlter Fruchtcocktail) konkurrieren, aber sinnvoll ist es immerhin. Immer mehr Studenten nutzen Praktika, um endlich einmal ihr hochkarätiges Bücherwissen in der Realität anzuwenden.

 

Q – Quengeln. Typisch für die letzten Tage, die Zeit, wenn die Klausuren geschrieben sind und keine Referate mehr anstehen: Quengeln. Anstatt den gemütlichen Ausklang des Semesters zu genießen, scheint der heutige Student die letzten Kraftreserven in der Prüfungszeit verloren zu haben und meckert in einem fort über alles, was mit Uni zu tun hat.

 

R – Reise. Ob in die Berge, ans Meer, auf Gletscher oder in die Wüste. Reisen ist grundsätzlich schon einmal gut und bildet. Das wussten auch schon viele Generationen vor uns und nicht zufällig sind die meisten großen Persönlichkeiten – man denke an Goethe, Darwin, Kolumbus und wie sie alle heißen - stets viel gereist. Eine guter Grund also für jeden Unigänger, sich auf den Weg zu machen in die große weite Welt.

 

 

Bis nächste Woche, dann gibt es den dritten Teil des Sommer-ABCs!

 

Eure Carla


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