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09. April 2010  
Netzwerken mit Facebook, XING, StudiVZ und Co.

Schluss mit Farmville!

Netzwerken im Internet boomt. Doch welche Regeln muss man eigentlich beachten, wenn  man über Facebook, XING oder StudiVZ berufliche Kontakte knüpfen möchte?

© Aboutpixel.de / Rainer Sturm

Bei den Mitgliedern des Online-Netzwerks Facebook ist momentan eine Echtzeit-Simulation namens Farmville der Renner. Spieler betreiben dort ihren eigenen virtuellen Bauernhof, pflügen Felder um, bauen Obst und Gemüse an und züchten allerlei Getier. Je schöner und besser ausgestattet das bewirtschaftete Land, desto größer das Ansehen in der User-Gemeinde.

 

Die ganze Welt, so scheint’s, spielt Farmville; es ist die bei weitem beliebteste Facebook-Applikation – und ein echter Zeitfresser. Würde man den wirtschaftlichen Schaden berechnen, der deutschen Unternehmen jedes Jahr durch Farmville-Exzesse ihrer Mitarbeiter entsteht, viele Chefs würden die Domain wohl für immer sperren.

 

Wenn Eike Block auf Facebook unterwegs ist, sieht er zwar auch ab und zu auf seinem kleinen Bauernhof nach dem Rechten. Die meiste Zeit über nutzt der 23-Jährige die Plattform jedoch nicht zum Spaß, sondern beruflich. Block ist Nachwuchs-Politiker und in seiner Funktion als Sprecher der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen zwingend auf schnelle Kommunikationswege angewiesen. Auf der Online-Plattform tauscht er sich täglich via Chat mit anderen Parteimitgliedern aus, informiert sich über die neuesten Bildungsstreik-Aktivitäten seiner Kommilitonen, sammelt auf Parteitagen Unterstützer für Anträge – oder postet ganz einfach seine Meinung. "Wenn die schwarz-gelbe Landesregierung mal wieder irgendwas verbockt hat, schreibe ich dazu auf Facebook direkt einen bösen Kommentar", erzählt er. "Darauf reagieren dann manchmal ziemlich viele Leute, und es ergeben sich spannende Diskussionen, selbst über die Parteigrenzen hinweg." So hat sich der Bonner in der politischen Landschaft mittlerweile einen richtigen Namen gemacht. Und er gewinnt fast täglich neue Kontakte hinzu.

 

Wenn Papa mit dem Personaler Golf spielt

Netzwerken im Internet boomt. Egal ob auf Facebook, MySpace, StudiVZ oder StayFriends – überall im Online-Universum kommen Schulfreunde, Kollegen und Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammen, um sich auszutauschen und Spaß zu haben. Dabei dienen die Social Networks, wie das Beispiel zeigt, nicht allein dem Zeitvertreib: Wer es richtig anstellt, kann mit ihnen auch prima die eigene Karriere ankurbeln. Einige Portale – XING und Linked-In – sind sogar extra fürs berufliche Kontakte knüpfen da. Doch wie netzwerkt man eigentlich richtig? Und welche Regeln gilt es gerade im Internet zu beachten?

  1. Teil: Netzwerken im Internet boomt
  2. Teil: Xing oder Mini-Netzwerke der Unis
  3. Teil: Vorsicht mit allzu Privatem
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