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10. November 2009  
Interview zum Thema Assessment-Center

"Es entsteht ein Wir-Gefühl"

Claudia Spöth ist Personalreferentin bei der FERCHAU Engineering GmbH. Im Interview verrät sie uns unter anderem, was die Teilnehmer eines Assessment-Centers verbindet und gibt Tipps, wie man sich am besten auf das berühmt-berüchtigte Auswahlverfahren vorbereitet. Anke Tillmann

Personalerin Claudia Spöth weiß, wie man gut durchs AC kommt.

EINSTIEG Abi: Frau Spöth, vor dem Assessment-Center haben alle Bewerber Angst – was können Sie zur Beruhigung beitragen?

Claudia Spöth: Dass alle Angst haben, bedeutet eben auch, dass es ihren Mitstreitern genauso geht. In der Regel gehen die Teilnehmer sehr freundlich miteinander um. Es entsteht trotz Konkurrenz-Situation ein Wir-Gefühl, ähnlich wie in der Sendung "Germany's Next Topmodel". Und: Ein Assessment-Center ist immer zukunftsorientiert. Während ein Vorstellungsgespräch nur eine Momentaufnahme ist, hat man im AC einen oder mehrere Tage Zeit, seine Stärken zu zeigen. Gerade für zurückhaltende Bewerber liegt im AC eine große Chance, sich zu öffnen und zu entwickeln und bei dem Personaler die Neugierde auf mehr zu wecken.

 

EINSTIEG Abi: Wie viele Teilnehmer hat ein AC in der Regel? Wie viele Personaler und andere Beobachter sitzen dabei?

Spöth: Die Teilnehmerzahl variiert von Unternehmen zu Unternehmen und in Abhängigkeit der zu besetzenden Position. Ein Bewerber, der zu einem AC eingeladen wird, sollte damit rechnen, dass viele Beobachter anwesend sind, in der Regel ein Beobachter auf zwei Teilnehmer. Nur so kann die bei einem AC angestrebte Objektivität bei der Beurteilung der Bewerber realisiert werden.

 

EINSTIEG Abi: Wie bereitet man sich am besten auf das Auswahlverfahren vor?

Spöth: Schwierig, die Bandbreite der Vorbereitungstipps geht von gar keiner Vorbereitung bis hin zu dem Besuch von Trainings, die einen ganzen Tag dauern. Eine gut vorbereiter Teilnehmer zeichnet sich durch Selbstreflexion aus, das heißt er hat sich vorher mit seinen eigenen Schwächen und Stärken auseinandergesetzt. Über aktuelles Geschehen sollte man ebenso informiert sein wie über das Unternehmen selbst. So kann man beim gemeinsamen Mittagessen im Gespräch punkten.

 

EINSTIEG Abi: Ihr ultimativer Geheimtipp, exklusiv für unsere Leser?

Spöth: Nicht aufgeben und nichts verweigern. Lasst euch ganz auf die gestellten Aufgaben ein und bleibt authentisch!

 

Schlagworte:
 
BewerbungACAssessment-CenterInterview

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