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12. November 2009  
Der einzig wahre Berufswahltest

Welcher Job passt zu mir?

Keinen Plan, was aus dir werden soll? Für Leute wie dich hat ein Heer aus Psychologen und Karriereberatern den besten Berufswahltest der Welt entwickelt. Beantworte die Fragen und finde heraus, welcher Berufstyp du bist!
Berufswahltest

Künstler, Arzt, Sportler oder doch Jurist? Da hilft nur ein Berufswahltest. © Judith Strücker

Dieser Text ist eine Satire. Hier geht es zum "echten" Einstieg Berufswahltest, mit dem du herausfinden kannst, welche Berufe und Studiengänge zu dir passen.

 

 

 

So funktioniert der einzige wahre Berufswahltest: Entscheide dich bei jeder Frage für eine der fünf Antwortmöglichkeiten. Nach der letzten Frage zählst du zusammen, wie oft du was angekreuzt hast (a, b, c, d oder e). Der von dir am häufigsten gewählte Antworttyp verrät dir, welcher Berufstyp du bist.

 

1. Dein Lehrer bittet dich, nächste Woche ein Referat zu einem Thema deiner Wahl zu halten. Wofür entscheidest du dich?

b) "Effektives Benchmarking – So wirst du zum Global Player"

d) "Wellenreiten auf Hawaii – ein Erfahrungsbericht"

a) "Lebensrettende Sofortmaßnahmen"

e) Ich lese eine meiner Kurzgeschichten vor.

c) "Briefmarken sammeln" 

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2. Dein Geburtstag steht vor der Tür und deine Eltern fragen dich nach deinem größten Wunsch. Was antwortest du?

e) ein Cembalo

a) Weltfrieden

d) diese neuen Adidas-Sneaker

c) eine Kaffeetasse mit einem lustigen Spruch darauf

b) ein Satz Oberhemden mit deinen Initialen auf der Brusttasche

 

3. Du bemerkst, dass dir im Café ein gestresster Kellner zu wenig Wechselgeld herausgegeben hat. Wie reagierst du?

c) Ich lasse mir Papier und Stift geben und rechne ihm ausführlich vor, was er falsch gemacht hat.

b) Ich stecke ihm weitere 50 Euro zu. Dann gehe ich zum Geschäftsführer und erkläre ihm, wie stark seine Rendite steigen würde, wenn er den Trottel entlassen würde.

e) Ich frage ihn, ob ich in dem Laden als Aushilfe anfangen kann.

a) Ich lasse mir das restliche Geld geben und werfe es in die Spendenbox der SOS-Kinderdörfer, die neben der Kasse steht.

d) Ich lasse mir für das Geld noch einen weiteren Iso-Drink bringen.

 

4. Du findest zufällig einen 100-Euro-Schein auf der Straße. Was tust du mit dem Geld?

a) Ich tausche ihn bei der Bank gegen zweihundert 50-Cent-Münzen und verteile sie unter Obdachlosen.

b) Ich erwerbe eine Call-Option auf VW-Aktien.

e) Ich erinnere mich an meinen Origami-Kurs und falte den Schein zu einem Schwan.

c) Ich notiere mir die Seriennummer und verwahre das Geld in einer Klarsichthülle im Aktenordner.

d) Ich gehe 20 Mal ins Sonnenstudio.

 

5. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

d) Kicker Sonderheft Bundesliga 2008/2009

c) "Die 100 schönsten Verwaltungsverordnungen"

b) Donald Trump: "Wie man reich wird"

a) Jostein Gaarder: "Sofies Welt"

e) "Kunst und Kunstbegriff: Der Streit um die Grundlagen der Ästhetik"

 

6. Auf der Weihnachtsfeier deines Sportvereins soll gewichtelt werden: Jeder zieht vorab den Namen eines Vereinskollegen und bringt diesem zur Feier ein kleines Geschenk mit. Was verschenkst du?

b) 5 Euro

d) Duschgel

a) ein Glas selbst eingekochte Marmelade

c) einen soliden Locher

e) Ich bin in keinem Sportverein.

 

7. Warum bist du nicht mehr mit deiner letzten Freundin/deinem letzten Freund zusammen?

e) Sie sagt, mit zwei Ohren sähe ich besser aus.

a) Er ist jetzt clean und kommt auch ohne mich zurecht.

d) Weil die neue noch besser aussieht.

b) Sie konnte einfach keine Oberhemden bügeln.

c) Ich musste Waldi leider einschläfern lassen.

 

8. Welche TV-Sendung verpasst du nie?

c) "Telekolleg Mathematik"

a) "Herrchen gesucht"

e) Ich habe keinen Fernseher.

d) "Sexy Sport Clips"

b) "Wall Street Wegweiser"

 

9. In der Fußgängerzone spielt ein ziemlich schlechter Straßenmusiker. Im Hut, der vor ihm auf dem Boden liegt, sind bisher nur ein paar Cent. Was tust du?

d) Ich stelle mich neben ihn und trickse im Takt der Musik mit meinem Hacky Sack.

c) Ich bitte ihn, mir seine Auftrittslizenz des Ordnungsamts zu zeigen.

b) Hm? Ich telefoniere gerade per Headset und kann die Musik des Typen nicht hören.

e) Ich schubse ihn zur Seite und schreie "Hey! Das ist mein Platz hier!"

a) Ich ziehe die Schuhe aus, tanze eine Weile und lege dann alle meine Vollkornkekse in den Hut.

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10. Was ist dein großes Ziel?

a) jeden Tag eine gute Tat

e) Die Grenzen der Wahrnehmung sprengen.

c) ein aufgeräumter Schreibtisch

d) London 2012

b) die Forbes-Liste der reichsten Milliardäre

 

 

Lösung:

 

Du hast dich am häufigsten für a) entschieden - Du bist: der Helfer

 

Geld? Karriere? Selbstverwirklichung? Alles nicht deine Welt. Du bist nur glücklich, wenn du deinen Teil dazu beigetragen hast, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wenn du dich nicht eh schon für ein Leben im Kloster entschieden hast, solltest du daher einen sozialen Beruf ergreifen. Kaufe dir eine Dose Pfefferspray und engagiere dich im Jugendclub einer Plattenbausiedlung. Arbeite als Clown in einem Kinderkrankenhaus. Oder reise mit deinem VW-Käfer durch Südamerika und setze dich für die Rechte der Erntehelfer ein. Absolviere aber vor dem Berufsstart zunächst mehrere Praktika im sozialen Bereich, damit du dich an dein späteres Einkommen gewöhnen kannst.

 

Du hast dich am häufigsten für b) entschieden - Du bist: der Manager

 

Du hast schon Krawatten getragen, als sich deine Freunde noch nicht einmal ihre Schuhe binden konnten. Und während deine Mitschüler beim Schulfest selbst gebackene Waffeln verkauften, um mit dem Erlös einen gebrauchten PC für die Verwaltung der Schulbibliothek anzuschaffen, hast du ein Joint Venture zwischen deiner Schule und der Siemens AG eingefädelt. Obwohl du also eigentlich schon alles kannst, solltest du trotzdem noch "International Business" studieren, mit Auslandssemestern in Dubai, Shanghai, Moskau, London und Mumbai. Nach dem Abschluss beginnst du bei einer namhaften Unternehmensberatung als "Junior Project Manager for Vision Clearance Engineering", merkst aber sschnell, dass Fensterputzen nicht so dein Ding ist. Egal. Gute Leute werden ja immer gesucht, also trägst du in deinem Xing-Profil in der Zeile "Ich suche" selbstbewusst "Offen für neue Herausforderungen" ein.

 

Du hast dich am häufigsten für c) entschieden - Du bist: der Beamte

 

Du trinkst gerne Kaffee und bist immer für ein Schwätzchen mit den Kollegen zu haben? Dann ist die Sache klar: Du bist der perfekte Beamte! Die Grünpflanzen in deinem Büro hätten es gut bei dir, weil du täglich zwei Stunden mit ihnen sprechen würdest. Und auch mit den Bürgern, die etwas von dir wollen, würdest du dich bestens verstehen – dienstags und mittwochs zwischen 9:45 und 11 Uhr und jeden zweiten Donnerstag zwischen 16 und 16:30 Uhr. In den Zwischenzeiten könntest du in Ruhe im Internet nach schweizerischen Sonderbriefmarken der Jahre 1900 bis 1945 (dein Spezialgebiet) suchen, den Bonsai beschneiden und das Aquarium säubern. Und in welchem anderen Job könntest du es dir erlauben, die alten Pullunder deines Vaters aufzutragen, die dir so gut stehen?

 

Du hast dich am häufigsten für d) entschieden - Du bist: der Sportler

 

Hat der DFB schon angerufen und dich fürs Trainingslager der U21-Nationalmannschaft eingeladen? Nein? Komisch. Das liegt auf jeden Fall nicht an dir, sondern an den unfähigen Talentsichtern. Da dir diese blinden Bratwürste deine Karriere als Fußballprofi versaut haben, musst du jetzt also Sport studieren. Wie bitter! Wer hat schon Lust auf die anstrengenden Auslandsexkursionen, bei denen man den ganzen Tag Snowboarden oder Rifftauchen muss? Und die Kommilitonen? Klar, die Jungs und Mädels haben geile Körper. Aber wen interessiert das, es kommt ja schließlich auf die inneren Werte an. Naja, du wirst dich schon irgendwie durchbeißen durchs Studium. Und dann? Wenn du Glück hast, suchen die Bayern gerade einen neuen Manager und erkennen dein Talent. Und wenn nicht, kannst du ja immer noch ein Fitnessstudio eröffnen.

 

Du hast dich am häufigsten für e) entschieden - Du bist: der Künstler

 

Farbe oder Form, Text oder Töne. Was auch immer dein Medium ist, eines ist klar: Du willst erschaffen und gestalten. Dich ausdrücken und mitteilen. Menschen zum Lachen, Weinen, Staunen oder Nachdenken bringen. Wenn du dies zu deinem Beruf machen möchtest, stehen dir zwei Wege offen: Du kannst eine Kunsthochschule besuchen, dich täglich deinem Talent widmen und an deinem Ausdruck feilen. Nach vielen Jahren des Übens wärst du ein Virtuose in deiner Kunst und könntest dich dann arbeitslos melden. Oder du lässt den ersten Teil weg und gehst gleich zum Arbeitsamt. Aber der schnöde Mammon hat dich ja noch nie interessiert. Wahre Genies werden zu Lebzeiten verkannt. Ach Gott! Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben.

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