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06. Dezember 2007  
Polizistin / Polizist

"Kein Tag ist wie der andere"

Sascha Peter ist Polizeikommissar. Auf Streife in Oberhausen gibt es für ihn immer etwas zu tun, von der Verkehrskontrolle bis zum Einsatz bei Großveranstaltungen. Peter ist in seinem vielseitigen Job vor allem eines wichtig: Teamfähigkeit. Sascha Peter
Polizist

Als Polizist gibt es immer etwas zu tun!

Durch den Wechseldienst beginnt mein Arbeitstag um 6.30 bzw. 13.30 oder 21.30 Uhr. Zu Dienstbeginn überprüfen wir als erstes die persönliche Mannausstattung auf ihre Vollständigkeit - Schusswaffe, Pfefferspray, Handfesseln etc müssen vorhanden und funktionstüchtig sein. Nach Dienstbeginn trifft sich die diensthabende Gruppe (je nach Stadtgröße zwischen 12 und 20 Polizisten) zur Besprechung. Die Steifenwagen werden mit Funkgeräten, Taschenlampen, Alkoholtestgeräten etc. aufgerüstet und ein Team von zwei Polizeibeamten je Streifenwagen beginnt mit dem Streifendienst. 

 

Je nach Lage bzw. aus aktuellen Anlässen - zum Beispiel vor Fußballspielen oder ähnlichen Großveranstaltungen - richten wir besonderes Augenmerk auf sogenannte Problemgruppen, die eventuell kontrolliert werden müssen. Wenn keine besonderen Einsätze anliegen, führe ich im Streifendienst Verkehrskontrollen oder Bürgergespräche durch. Und dabei kommt es gar nicht so selten vor, dass mobile Verkehrs- oder Standkontrollen abgebrochen werden müssen, um zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden zu fahren. So etwas hat bei der Einsatzbearbeitung natürliche höchste Priorität. 

 

Immer etwas zu tun

 

Im Prinzip gilt das Hornbach-Motto: "Es gibt immer etwas zu tun": Verkehrsunfälle, vermisste oder hilflose Personen, Bürgergespräche, Streitigkeiten schlichten, Ruhestörungen und Verkehrsbehinderungen beseitigen, Anzeigen aufnehmen und Hilfe leisten. Die Polizeiarbeit ist wirklich vielseitig, so dass es äußerst schwierig ist, sie in einen festen Rahmen zu fassen. Im Laufe der Zeit entwickelt man eine große Menschenkenntnis und erwirbt viel Erfahrung im Umgang mit Menschen. Teamfähigkeit wird bei der gesamten Einsatzbewältigung groß geschreiben, denn zum einen kann man sich nicht in jedem Rechtsgebiet gleich gut auskennen und zum anderen muss man sich auf seinen Streifenpartner verlassen können, insbesondere in brenzligen Situationen. Diese Situationen sind es, die im Laufe der Zeit die Kollegen zusammenschweißen und blindes Vertrauen ermöglichen. 

 

Wer Kollegialität und Herausforderungen schätzt, ist hier genau richtig. Materielle Reichtümer lassen sich nicht anhäufen, doch das ist wohl in den wenigsten Jobs möglich. Übrigens gibt es neben dem Wach- und Wechseldienst, in dem ich tätig bin, noch viele andere Bereiche der Polizeiarbeit: Autobahnpolizei, Wasserschutzpolizei, das Sondereinsatzkommando, die Hundeführer, die Sachbearbeiter der Kriminalgruppen und die Sachbearbeiter des Bereichs Aus- und Fortbildung sind nur einige davon.

Schlagworte:
 
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