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04. Juni 2009  
Interview mit Comedian Matze Knop

"Zum Glück hat mich eine namhafte Bank abgelehnt"

Bekannt geworden ist er als Supa Richie, heute wird er als Franz Beckenbauer und Luca Toni gefeiert – dabei wollte er ursprünglich Rudi Carell werden: Matthias „Matze“ Knop. Mit EINSTIEG Abi sprach er über sein neues Programm, seine Schulzeit und beantwortete die Frage, ob man es lernen kann, lustig zu sein.
Matze Knop

„Meine Freundin knutscht ohne schlechtes Gewissen mit diversen Promis“

EINSTIEG Abi: Herr Knop, Sie sind gerade mit Ihrem neuen Programm „Meine Nerven möchte ich haben“ deutschlandweit unterwegs. Worum geht es darin und in wie viele Rollen schlüpfen Sie diesmal? 

 

Knop: In alle, die man so kennt von mir. Angefangen von Supa Richie über Luca Toni, Bohlen und Beckenbauer bis hin zu Matze Knop himself. Es geht um die täglichen Dinge des Lebens, die uns alle beschäftigen und nerven. Um die Bahn, die ewig zu spät kommt, das Chaos rund ums Thema Rauchverbot, es geht ums Kinderkriegen, um einen Internetanschluss, den man einfach nicht gekündigt bekommt und natürlich um Frauen, Fußball und Fernsehen. 

 

EINSTIEG Abi: Sie imitieren Franz Beckenbauer, Luca Toni und neuerdings auch Dieter Bohlen, welche der drei Rollen macht Ihnen am meisten Spaß? 

 

Knop: Immer die, in der ich grade stecke. Das Geheimnis ist ja, dass man die Figur nicht spielt, sondern dass man sie ist. Und in dem Moment mag ich mich – sagen wir als Bohlen – eben am meisten. Weil ich dann der Dieta bin. Mit Carina, Koi Karpfen und Schottensacko. Mit allem was dazu gehört. 

 

EINSTIEG Abi: Wann haben Sie festgestellt, dass Sie andere Menschen täuschend echt imitieren können? 

 

Knop: Schon in der Schule. Aber da habe ich mich noch nicht so getraut, es der breiten Masse zu zeigen. Ich habe ab und zu mal Kohl oder Carell imitiert, aber nur für gute Freunde. Der stimmliche Durchbruch kam erst beim Radio. 

 

EINSTIEG Abi: Apropos Carell, auf Ihrer Homepage heißt es, Sie hätten im Alter von fünf Jahren den Berufswunsch: „Ich werde Rudi Carell“ geäußert, war das nach dem Abitur immer noch so oder konnten Sie sich inzwischen auch andere Berufe vorstellen? 

 

Knop: Erstmal konnte ich mir gar nix vorstellen. Da mein Vater aber nebenberuflich Sportreporter war, habe ich schon ab und an mal mit dem Journalismus geliebäugelt. Zum Glück hat mich dann eine namhafte Bank abgelehnt. Mit der Begründung, ich sei zu still. 

 

EINSTIEG Abi: Sie haben eine journalistische Ausbildung beim Radio absolviert, was genau haben Sie dort gelernt? 

 

Knop: Alles! Ich habe Nachrichten geschrieben und präsentiert, war als rasender Reporter unterwegs und habe Hitparaden und Reisesendungen moderiert. Sogar politische Interviews habe ich geführt und war als Fußball-Reporter im Einsatz. Nicht zu vergessen: Comedy. 

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ComedianSchauspielerInterview

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