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24. November 2009  
Freiwilliges Ökologisches Jahr

Öko drin, wo Öko draufsteht!

Sich für die Umwelt stark machen und nebenbei noch die eigenen Fähigkeiten unter die Lupe nehmen − das Freiwillige Ökologische Jahr bietet Naturbegeisterten eine Reihe von Möglichkeiten zur Berufs- und Studienfindung. Judith Schulte

© NZ Kleve

Umweltschutz geht alle an! Wer allerdings ein besonderes Interesse am Erhalt von Mutter Erde hat und sowieso noch nicht weiß, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll, ist mit einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) gut beraten. Bis zu zwölf Monate arbeitet man dabei als Praktikant in einem umweltrelevanten Beruf. Das kann zum Beispiel im Landschaftsbau oder in der Tierpflege sein. Wer sich eher kommunikative Aufgaben wünscht, kann genauso gut in der Umweltbildung, der Öffentlichkeitsarbeit oder im Verwaltungsbereich tätig werden. Ein FÖJ ist also nicht nur für denjenigen interessant, der danach eine Gärtnerausbildung anstrebt. Auch künftige PR-Fachleute, Bürokaufleute oder sogar Betriebwirte mit Interesse an Umwelt und Ökologie können hier praktische Erfahrungen sammeln und dabei noch zwei Wartesemester fürs spätere Studium einheimsen.

 

WG im Grünen gesucht

 

Elena Roßmann entschied sich für ein Praktikum beim "Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V.". Das ist eine von 40 biologischen Stationen in NRW, die die ansässigen Naturschutzgebiete betreuen. Seit zehn Monaten erledigt die 20-Jährige dort unterschiedlichste Aufgaben wie Gewässerproben nehmen oder Kiesflächen naturieren, also Flüsse mit genügend Kies zu versorgen, damit sich dort bestimmte Tier- und Pflanzenarten wieder ansiedeln können. Aber auch im Garten des Naturschutzzentrums Unkraut jäten und Bäume beschneiden gehört zum Job. Seit Anfang Mai ist Elena auch verantwortlich für den Erhalt eines selten gewordenen Vogels. Die Brutpflanze der Trauerseeschwalbe ist hierzulande sehr selten geworden, daher bastelt Elena künstliche Brutflöße, auf denen die Vögel dann brüten können.

 

Untergebracht ist Elena zusammen mit ihrer Kollegin Laura in einer Wohnung im Gebäude des Naturschutzzentrums – eine WG umgeben von Wald und Wiesen: "Vorher habe ich bei meinen Eltern in Duisburg gewohnt. Hier ist irgendwie alles ganz anders. Ich finde vor allem die Umgebung toll − aber auch, endlich mal auf eigenen Beinen zu stehen."

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